BL 10/11 #01: FCB – VfL Wolfsburg 2:1 (1:0)
Herrjeh! Da passiert eine fast drei Monate umfassende Vorbereitung – nichts. Keine Buddhas, kein neuer Trainer, kein neuer Spieler – nichts. Rechtzeitig geweckt gehe ich nach einem Streifzug über die im Aufbau befindliche Wiesn den 1. Spieltag sehr entspannt an. Ich schalte PC und Fernseher an, als ich lesen muss, daß sich Marin Demichelesi über seine NIcht-Nominierung über seine Startelf derart gedmütigt fühlt, daß er den warmen Tribünenplatz der Bank vorzieht. Als er das letzte Mal aufbegehrte, wollte er nicht im defensiven Mittelfeld spielen, sondern lieber in der Innenverteidigung. Woher seine Verweigerung rührt, darüber kann ich nur rätseln. Eine überragende WM hat er nicht gespielt. Gewohnt unaufgregt betrachtete Louis van Gaal in der ARD diese Angelegenheit unmittelbar vor dem Spiel:
Damit muss er noch ein bisschen umgehen.
So saß Micho ein bisschen auf der Tribüne und verpasste ein bisschen den Saisonauftakt.
Kommen wir somit ein bisschen zum Spiel, daß Steffen Simon noch ein bisschen mehr scheppernd kommentierte als sonst. Ein bisschen Tonprobleme sollen schuld gewesen sein. Ein bisschen peinlich sind solche Ausfälle schon, aber man ist ein bisschen dankbar, daß es im Stadion keinen Stromausfall gab.
Von ein bisschen Erschöpfung war zu Beginn beim FC Bayern nichts zu sehen. Die Spieler ließen dem VfL Wolfsburg in der 1. Halbzeit nicht ein bisschen Raum. Thomas Müller benötigte nur ein bisschen WM-Form, als er eine wunderbare Vorlage von Toni Kroos mit einem fulminanten Linksschuss zum 1:0 verwandelte. Danach zauberte Franck Ribéry ein bisschen brotlos in der gegnerischen Hälfte, was aber nicht weiter störte, weil die Autokicker nicht in der Lage waren, den Gang ein bisschen hochzufahren. So sahen zu, wie Ribérys Hintermann Contento ein bisschen an dem gemeinsamen Spiel feilte und für einige einige Offensivaktionen sorgte. Der frischgekürte Kaptän der Wolfsburger Edin Džeko war in der 1. Halbzeit vollkomen abgemeldet, weil der als Spielgestalter auserkorene Cicero es nicht verstand, seinen Stürmer in Szene zu setzen. Cicero mag ja ein brillanter Rhetoriker gewesen sein, aber nicht mal verbale Vorlagen hat er seinem Kapitän ermöglicht.
In der Halbzeitpause hat der FC Bayern wohl ein bisschen zu viel geschlafen, denn sonnst hätte die Mannschaft mitbekommen, daß Zvjezdan Misimović eingewechselt wurde, der nicht nur ein bisschen Wirbel veranstaltete. Es war nicht nur ein bisschen Logik, daß die Passivität mit dem Ausgleich von Džeko nach Misimović-Vorlage bestraft wurde. Danach geriet der FCB gehörig ins Schwimmen. Wolfsburg drehte auf – wir hätten uns über einen bisschen Rückstand nicht beschweren können. Gegen Ende des Spiels nahm die Mannschaft das Heft wieder in die Hand und hatte auch ein bisschen Glück, als Schweinsteiger einen langen Ball von Ribéry versenkte.
Nach zwei Jahren gab’s wieder einen Auftaktsieg, der aufzeigte, daß die Mannschaft wohl noch ein bisschen Zeit benötigt, um wieder an die Form der Vorsaison anzuknüpfen. Jetzt reden sie erst mal ein bisschen mit Martin Demichelis.
| Aufstellung: Butt – Lahm, van Buyten, Badstuber, Contento – van Bommel, Schweinsteiger, Kroos (73. Pranjic), Ribery – Müller – Klose (73. Gómez) |


Denn dieses Kommissare-Paar findet zwar heraus, daß es die ermordete Altenpflegerin Anna Kowski es für ihren Berufsstand zu unglaublich viel Geld gebracht hat, aber an dem schicken Flitzer nehmen sie keinen Anstoß. Anscheinend stiftet das örtliche Arbeitsamt jedem, der nicht von Hartz IV keben will, so einen attraktiven Kleinwagen. Sie kümmerte sich liebevoll um den kranken Karl Holst, der in ihrer Anwesenheit seinen letzten Frühling erleben durfte. Nebenbei versuchte sie ihren Arbeitgeber Mike Breuer -Vorsicht: Realitätsbezug! -, bekannt für seine miserable Bezahlung und schlechten Arbeitsbedingungen, zu erpressen. Die Bilanz seines Pflegedienst hübscht er mit erpressten testamenten zu seinen Gunsten auf.
Das Stachus-Untergeschoss vor dem Umbau

Die Autoren haben einen Plot entworfen, der nicht mit Spannung geizt. Er zeigt, daß auch 20 Jahre nach dem Fall der Mauer die Stasi nur auf dem Papier tot ist. Allerdings wird er mit Liebesgeschichten und scheinbaren Verwicklungen überfrachtet. Daß das Ende ein wenig offen bleibt, ist nicht die Schwäche dieses Falls.


Fremdneurosen