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Bezeichnenderweise hatte Michael Jackson seinen ersten Nummer-Eins-Hit als Solokünstler mit dem Lied über eine Ratte mit gespaltener Persönlichkeit: Ben
München, Tatort, Fußball und andere Belanglosigkeiten
Bezeichnenderweise hatte Michael Jackson seinen ersten Nummer-Eins-Hit als Solokünstler mit dem Lied über eine Ratte mit gespaltener Persönlichkeit: Ben
Ich gehöre zu den altmodischen Menschen, die ausschließlich vom (heimischen) PC aus bloggen. Das wird mir seit Anfang dieser Woche erschwert, weil ich übersehen habe, daß meine Maschine den Ranzen so voll geladen hat, daß sie aus lauter Trägheit nicht mehr hochkommt.
Wer einen brauchbaren Tip hat, wie ich über Shell (SuSE Linux 9.3) Dateien bzw. Ordner löschen kann (ohne daß ich immer die Meldung “Permission denied” bekommen), daß sich der dcopserver (sprich KDE) aufbauen kann, möge sich bei mir melden.

Ob er nun ein Spatz in Freiheit ist, sei einmal dahingestellt. Ein Pfau im Zoo ist Jörg Hube sicher nicht.
Auf der Bühne durfte ich in einmal bewundern, als herzallerliebste Schildkröte in der umstrittenen Zadek-Inszenierung von “Alice im Wunderland” an den Kammerspielen. Als Schauspieler hatte er eine große Bandbreite, ob als Kriminaler oder Krimineller, Halbschariger oder Seriöser, Biedermann oder Ausgeflippter. Zuletzt habe ich in in der durchschnittlichen Serie “Franzi” gesehen, wo er mit Maria Peschek und Gisela Schneeberger die jungen Hauptfiguren förmlich an die Wand gespielt hat.
Absolut zu empfehlen ist seine zurecht preisgekrönte Lesung des Lion Feuchtwanger-Romans “Erfolg”, die er mit der Biermösl Blosn eingespielt hat.
Ein herausragender Schauspieler (Autor, Regisseur, Kabarettist) hat die Bühne viel zu früh verlassen. Ein Münchner, der sich abseits der üblichen Vorurteile über das Millionendorf und seiner Bewohner bewegt hat.
Der Bayerische Rundfunk würdigt Jörg Hube sehr ausführlich und angemessen. Den Samstag Abend widmet das Bayerische Fernsehen ihm, u.a. mit seinem letzten, hervorragenden Auftritt im Tatort “Der oide Depp” als ehemaligen Puffbesitzer Roy Esslinger.

In Italien muss man Eis essen. Warum, weiß ich ehrlich gesagt nicht, weil ich den Eindruck habe, daß das Eis hierzulande besser ist als im vermeintlichen Mutterland. Es muss wohl an den Temperaturen liegen. Außerdem ist es Geschmacksache.
Nach einer Bootsfahrt verköstigten wir die Jugendlichen in Riva del Garda. Für sündteure fünf Euro gab es ein Gelato Misto. Drei Kugeln, die optisch nicht den Eindruck nachhaltigen Geschmacks vermittelten. Einmal blassrosa und zweimal weiß schmückten den Becher. Auf die Frage, welche Sorten im Becher seinen, bekam ich nach kurzem Zögern zur Antwort:
“Erdbeer, Banane und normales Eis.”
Nach was denn das normale Eis schmecken würde, habe ich gefragt. Zur Antwort bekam ich ein unsicheres Achselzucken. Meine Kostprobe ergab, daß es schon eine große Leistung war, das Erdbeer- und Bananeneis als solche zu erkennen. Das Vanilleeis war eigentlich geschmackssneutral – und somit schon wieder normal…
630. Tatort: Außer Gefecht (BR; EA: 07.05.2006)
| Ermittler: Ivo Batic (Miroslav Nemec), Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl), Carlo Menzinger (Michael Fitz) Figuren: Johhnes Peter Peschen (Jörg Schüttauf), Walter Kehrer (Horst Sachtleben ), Inge Kehrer (Ulrike Krumbiegel), Polizeimeisterin Charlie Peetz (Kathrin von Steinburg), Bettina Dessauer (Margret Völker), Fabian Krepp (Jan Messutat), Verwirrter Mann (Erich Will), Alte Dame (Regine Lutz), Schwarzkopf, Beamter (Andreas Borcherding), Gerichtsmediziner )Johannes Herrschmann), Geschäftsführer im Restaurant (Klaus Wolf), Streifenbeamter (Franz Froschauer), Zivildienstleistender (Thomas Feist), Liftmechaniker Castorf (Michael Grimm), Zweiter Liftmechaniker (Erhard Brem) sowie – Ulla Geiger, Peter Hofmann, Esther Streimer, Stefan Ankert, Angela Jacobi, Erwin Kipfmüller, Miriam Smolka, Julian Schmieder, Stefan Lehnen, Sabine Oberhorner, Dolf Muhle-Karbe und andere Drehbuch: Christian Jeltsch; Regie: Friedemann Fromm |
Brüderchen, komm tanz mit mir.
Beide Hände reich ich dir.
Einmal hin, einmal her,
rundherum, das ist nicht schwer.
(Quelle)
Der Streit

Der magenmalade Ivo will nicht wahrhaben, daß sein Freund und Kollege Franz den Undercover-Einsatz im Olympiaturm-Drehrestaurant zu verantworten hat. Leitmayr ist auf den anonymen Anruf, der den Besuch des sterbehelfenden ehemaligen Altenpflegers Johhnes Peter Peschen ankündigte, angesprungen. Nun verdingen sich beide als Kellner rund 200 Meter über München, und der Carlo gibt den freundlichen Herrn am Empfang.
Die Spritze
Doch Peschen kommt tatsächlich ins Restaurant. Sofort überwältigen sie ihn. Batic wird jedoch ans Telefon gelockt, was Peschen ausnutzt und Leitmayr in den Lift zerrt. Er verpasst ihm eine eine präparierte Spritze. Am anderen Ende der Leitung ist nur ein Nemo, und als Batic zurückkehrt, ist der Fahrstuhl bereits abgefahren. Batic vermutet wieder einen Alleingang und nimmt mit Menzinger verärgert den anderen Aufzug nach unten. Der andere Lift bleibt unterdessen stecken.
Die Unschuld vom Lande und die desillusionierte Städterin
Die Polizeimeisterin Charlie Peetz bekommt von Batic die Koordination des Rettunsgeinsatzes für Leitmayr aufgetragen und darf sich dafür zunächst einmal mit der Technik überwachenden Bettina Dessauer herumschlagen. Die junge Polizistin, die wohl gerade die Polizeischule verlassen hat und sich in der Großstadt zurechtfinden muss, bekommt eine große Chance, während die immer rauchende Monitorguckerin mit ihrem Privatleben beschäftigt ist. Beiden gemein ist, daß sie überfordert wirken und nach anfänglichen Schwierigkeiten zueinanderfinden.
Shitholder Value
Während alle Hebel in Bewegung gesetzt werden (Aufzug-Notdienst, der im Straßenverkehr alle Freiheiten bekommt und natürlich einen schweren Unfall baut), begeben sich Batic und Menzinger in das Pflegeheim, in dem Peschens Lebensgefährtin Inge Kehrer arbeitet. Während Carlo einem Sterbenden “Brüderchen, komm tanz mit mir” singt, wird Ivo durch die Abgründe der Altenpflege geführt. Tote Bewohner liegen auf dem Gang, andere suchen ihre Partnerin, nur ein Nachtdienst ist für alle zuständig. Der Windelinhalt wird gewogen, was die Pflegerin kurz als “Shitholder Value” bezeichnet. Das alles ist ein großes Geschäft.
Überdosis Glück
Batic und Menzinger finden heraus, daß sowohl ihr Kollege als auch die Frau vor den Monitoren persönlich involviert sind. Peschen erschien ihren Vätern als Todesengel. Vom schlechten Gewissen geplagt, für ihren Vater nicht dagwesen zu sein, gelingt es Peschen, Frau Dessauer für sein Vorhaben zu gewinnen und die Liftanlage zu manipulieren. Leitmayr erfährt von Peschen, daß er seinem Vater die Todesspritze gesetzt hat. Ihm hat er eine Überdosis Glück gespritzt, die ihm fast das Leben kostet. Peschen, der Krebs im Endstadium hat, spritzt sich am Schluss Morphium.
Die wahre Überdosis Glück erfährt Leitmayr durch seine Rettung.
Die Bewertung
Das war lt. der zwitschernden Tatort-Fundus-Katze der einzige “Echtzeit”-Tatort; sprich die Handlung spielte zwischen 20.15 und 21.45 Uhr. Das Vorhaben, trotz des nach drei Minuten festehenden Täters eine abwechslungsreiche Folge auf den Bildschirm zu bannen, ist wirklich gelungen.
Der Autor Christian Jeltsch hat es geschafft, das Thema Pflegenotstand in eine spannende Geschichte zu verpacken, ohne daß ständig die Keule der Moral geschwungen wurde. Friedemann Fromm verstand es, die Darsteller gekonnt in Szene zu setzen und bildete wunderbare Gegensätze – Batic/Leitmayr, Dessauer/Peetz (hervorragend: Kathrin von Steinburg), Peschen/Kehrer (daß mit Jörg Schüttauf ein aktiver Tatort-Ermittler mitwirkte, hat nur ein wenig gestört; Ulrike Krumbiegel als Problembehaftete ist nicht originell, aber nachvollziehbar). Dazu gab es wunderbare Bilder von München bei Nacht (Borstei!).
Daß zwei Figuren indirekt vom Pflegenotstand betroffen waren, gibt Abzüge.
Nichts desto trotz war das eine wirklich gute Folge, für die ich 9 Punkte hergebe.
Jens Jessen hat recht: Eine Opel-Übernahme durch Fiat wäre Unsinn gewesen. Man sieht zwar viele deutsche Fabrikate in Italien, aber nur ganz wenig Opel. +++ Engländer scheinen alles zu essen. Ob sie glauben, daß Apfelstrudel ein landestypisches Gericht ist? +++ Die Italiener sind nicht nur kinderfreundlich. Eine Restauranttoilette mit nachträglich eingebauter Rampe habe ich in Deutschland noch nicht gesehen. +++ Rundes Kopfsteinpfaster ist aber nicht rollstuhlgerecht. Rollstuhlhoschschieben mit Flip-Flops geht gar nicht. +++ Hätte ich einen Führerschein, wäre mein Fahrzeug eine Ape. +++ Supermärkte in deutschen Hochburgen haben gravierende Nachteile: Die Kaffeeauswahl ist bescheiden, und Ersatzteile für Espressokannen sind Mangelware. Dafür gibt es Vollkornbrot. Und in Cafés deutschen Filterkaffee. +++ Ich war weder auf der Burg, noch bin ich Seilbahn gefahren. Daht man davon, wenn man die Jugendlichen enzscheiden lässt. +++ Auf italienischer Pizza ist anständige Salami. +++ Limoncello schmeckt mir nicht. +++ Wer kauft in Italien ein Schweinsteiger-Trikot? +++ Wer auf das Bild am Anfang klickt, bekommt mittels einer Slide Show zu visuellen Eindrücken.
Ursula von der Leyen war die erste namhafte Person aus der Bundespolitik, die den streikenden Erzieherinnen et al. Rückendeckung gab. Bevor sie mit Politikern der anderen Parteien auf der Kölner Kundgebung auftrat, sagte sie unter anderem im Deutschlandradio:
Denn wenn man mal sich die Einkommensentwicklungen der Erzieherinnen anschaut, dann sieht man, dass zwei Dinge passiert sind: Erstens ist ihre Vergütungsordnung seit 18 Jahren unverändert, das heißt, die Eingruppierung in eine bestimmte Lohngruppe – aber in den vergangenen 18 Jahren haben sich natürlich die Aufgaben in Kitas drastisch verändert -, und dann ist noch was Zweites geschehen, nämlich, dass 2005 es Tarifumstellungen allgemein für alle gab. Und da haben die Tarifparteien hingenommen, dass sich für die Erzieherinnen konkrete Verschlechterungen ergeben haben, weil sie den automatischen Aufstieg nicht mehr hatten, das heißt, die berufliche Perspektive ist auch noch schlechter geworden.
Auch wenn sie nichts Neues erzählt und damit den Streik erklärt, hat sie natürlich leicht reden. Für das höhere Gehalt muss nicht nicht der Bund aufkommen. Das zu bürden, ist die Aufgabe der Kommunen…
So verwundert es nicht, daß sie den Nachfragen geschickt aus dem Weg ging. Es ist leicht, Forderungen zu unterstützen, wenn man deren Ergebnisse nicht tragen muss. Den Zorn des Städtetags haben sich von der Leyen, Müntefering, Künst und Gysi schon zugezogen.
Die Auftritte erinnern ein wenig an die Biergartenrevolution.
737. Tatort: Tote Männer (RB/WDR)
Ermittler: Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel), Kommissar Nils Stedefreund (Oliver Mommsen), Assistent Karlsen (Winfried Hammelmann)
Drehbuch: Wilfried Huismann und Jochen Greve; Regie: Thomas Jauch

Der Fall Nachdem Stedefreund der Tochter seiner Chefin (Camilla Renschke), inzwischen 27, für eine Nacht den Traumprinzen gegeben hat, wird er zu einer Stricherleiche an der Weser gerufen. Danach darf er nach Hinterzarten, eine Schwulenbar in Bremen. Die Männer finden Gefallen am smarten Kommissar, nur Raul (Sebastian Weber) nicht. Dem steigt Stedefreund aber ordentlich nach, weil er ihn mit dem toten Malik beim gescheiterten Eindbruch in eine Zoohandlung in der Todesnacht gesehen haben will. Die Ermittlung auf eigene Faust führt ins Leere. Außerdem bekommt er ordentlich Ärger mit seiner Chefin, weil sie es nicht fassen kann, daß er mit seiner Tochter angebandelt hat. Der Libanese hatte aber auch eine Beziehung mit dem werdenen Vater Leon Hartwig (Felix Eitner). Seine schwangere Frau Jutta (Fritzi Haberlandt) ist darüber sehr pikiert, findet aber mit 33 Jahren keinen Traumprinzen mehr.
Der Täter Sehr schnell kristallisiert sich Jutta Hartwig als Täterin heraus. Daran ändert auch die eingeflochtene Nebenhandlung Geldwaschanlage Zoohandlung nichts.
Die Bewertung Ein sehr mühsamer Tatort mit guten Darstellern, die aber nicht zeigen konnten, was sie wirklich können (v.a. Fritzi Haberlandt, die sehr stereotyp spielte). Zur Hälfte war die Luft raus. Hätte man die Figuren besser ausgearbeitet, hätt es kurzweilig werden können.
So gibt es nur 5,5 Punkte – den halben Punkt bekommen die Hunde Paul und der von Raul.
Mehr Informationen gibt’s im Fundus (u.a. ein Interview mit Oliver Mommsen). Sopran, MayavonderSpree, Annabell, Heiner-Maria Huber, Ponkie und die Forenleser haben zugesehen.
Werden Kinder mit neuen Bezugspersonen konfrontiert, verhalten sie sich unterschiedlich. Viele löchern neue Kolleginnen mit Fragen, andere zeigen sich sehr anhänglich und schmusebedürftig. Reserviertheit ist seltener anzutreffen. Aber die lässt sich begründen. So erfuhr unsere mit knapp zwei Dienstjahren nicht mehr ganz neue Kollegin, warum aller Anfang schwer ist. Der allgemein als recht eloquent bekannte Jugendliche zeigte sich ihr gegenüber am Anfang sehr wortkarg. Kürzlich erklärte er ihr auch, warum. Sie sei in der ersten Zeit für ihn fremd gewesen. Da man ihm beigebracht habe, mit Fremden nicht zu sprechen, habe er es vorgezogen, sich mit ihr nicht zu unterhalten. Das habe sich aber geändert, weil sie nun nicht mehr fremd ist.
Ausdauer ist eine Fähigkeit, die in der Pädagogik nicht zu unterschätzen ist.
Fremdneurosen