Erledigt ist laut des sehr redebedürftigen älteren Herrns in der S4 Richtung Haar die Kanzlerin, weil sie sie ein schwieriges Jahr 2009 prognostiziert.
Erledigt waren einige Bierflaschen im Einkaufsfiffi des redebedürftigen ällteren Herrns, die den Transfer von der S-Bahn zum Bahnsteig am Rosenheimer Platz nicht schadlos überlebt haben.
Erledigt ist wird man, wenn der Moderator im Dudelsender voller Freude Last Christmasandroht ankündigt.
Erledigt bin ich nach zwei Nachtdiensten.
Deshalb gehe ich jetzt schlafen. Schönen 1. Advent!
Eine Prostituierte wird schwer verletzt und faselt etwas vom Dschenerel, der desertierte GI Burt Baxter wird angeschossen und flüchtet sich zu einer alten Witwe. Im Krankenhaus versucht der heroinabhängige Carlos, als Priester verkleidet, erneut den GI umzulegen. Die junge Prostituierte Petty, die als Annamirl von Garmisch nach München kam, fürchtet auch den General. Die Recherchen führen die Ermittler zu Ingrid Elstner und zum AFN-Reporter John McGready. Auch das bringt die Kommissare nicht weiter. Das Einschalten der amerikanischen Militärpolizei führt auch nicht zum Erfolg. Erst als Carlos in St. Adelheim durch einen goldenen Schuss stirbt, finden die Ermittler die richtige Spur. Hinter dem General verbirgt sich die Nachtlokalbetreiberin, die mit dem AFN-Reporter gemeinsame Sache macht.
Eine ganz schlimme Folge. Das Drehbuch stiftete bei mir in erster Linie Verwirrung. Die Suche nach dem General wurde dermaßen langweilig runtergespielt, daß ich immer wieder mal umschaltete, ohne hinterher den Eindruck zu haben, etwas verpasst zu haben. Man hätte die schwache Geschichte durch Impressionen von der ehemaligen Ami-Siedlung bereichern können. Statdessen gab es nur einen schwer verständlichen Dialog am McGraw-Graben. Interessant waren nur der junge Herbert Knaup und Olaf-Kling-Darsteller als Gefängniswärter.
Die Tatorte mit Helmut Fischer sind für mich ein Sinnbild der eher mauen 80er Jahre, die nur wenige Höhepunkte boten. Hätte es Schimanski nicht gegeben, wäre dieses Tatort-Jahrzehnt bis auf wenige Ausnahmen wohl gar nicht mehr präsent. Fischers Vorgänger Gustl Bayrhammer hat 1981 den Dienst am Münchner Tatort quittiert, weil ihn die Drehbücher nicht mehr überzeugten. Helmut Fischer war wohl froh, als Schauspieler beschäftigt zu sein. Seinen Durchbruch gelang ihm bekanntlich erst als Monaco Franze, wo er wirklich hervorragend war. Als Kommissar Ludwig Lenz wirkte er sehr hölzern, was nicht nur an seinem Gang lag.
Nachdem es mir wieder gelungen ist, ein Bild einer etwas breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen, sollte es zumindest hier nicht fehlen:
Kurzzüge sind bei der Münchner U-Bahn schon seit einigen Jahren nur selten zu beobachten. Will man sie sehen, muss man am frühen Sonntag Morgen aufstehen und sich zur U4 begeben. Ich mache das auch nicht freiwillig, sondern befinde mich dann auf dem Weg zur Arbeit.
In Kindertagesstätten werden neue Wege beschritten. Die Schreie nach mehr Personal verhallen ungehört. Damit das Abholen der Kinder nicht in ein vollkommenes Chaos ausartet, und die schon genug beschäftigten Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen sich nicht auch noch mit mit dem netten Onkel oder dem Freund der Mutter, der das Kind abholt, auseinandersetzen müssen, greift man in Berlin nun zur Abholberechtigung per Fingerabdruck:
Damit solle zum einen gewährleistet werden, dass kein Unbefugter die Kinder mitnimmt. „Doch vor allem geht es darum, den nachmittäglichen Ablauf beim Abholen zu erleichtern“, sagte die Geschäftsführerin der evangelischen Kitas, Kathrin Janert. Die Senatsjugendverwaltung hat keine Bedenken gegen das Projekt, wenn sich Eltern auch noch anders legitimieren können. (Tagesspiegel)
Die Meinungen zu dieser Maßnahme sind geteilt, wie der Zeitungsartikel verrät.
Anhand dieses Beispiels kann die geringe Resonanz über die Vorratsdatenspeicherung oder das BKA-Gesetz nicht weiter verwundern. Eltern lassen sich Sicherheit suggerieren, die es spätestens beim Verlassen des Wolkenkuckucksheims Kindergarten nicht mehr gibt.
Sie dürfen bei der Anmeldung ihres Kinder die Auskunft über ihren Beruf verweigern (das regelt nicht umsonst der Datenschutz), lassen sich aber aber bei einem wesentlich gravierenderen Eignriff in die Privatsphäre auf wesentlich aussagekräftigere Informationen ein und beziehen andere Personen mit ein.
Das muss man nicht verstehen, aber zeigt sehr deutlich, warum der Widerstand gegen die Überwachung mittels Videokameras an öffentlichen Plätzen, Ausweisen mit biometrischen Fingerabdrücken et al. so gering ist.
Daß der Kinderschänder meistens im Familien- bzw. Freundeskreis zu suchen ist, ist wieder ein eigenes Thema.
Dennoch hat diese Maßnahme einen Vorteil: Die Kinder wachsen sehr authentisch mit dem Polizeistaat auf (und hoffentlich auch mit dem Wissen, daß viele Verantwortliche in Kindertagesstätten nicht in der Lage sind zu begreifen, daß es zu allem eine Meta-Ebene gibt)…
Es ist eine schöne Stadt. Wirklich. Schöne, gut erhaltene Bausubstanz gepaart mit schönen Cafés und angenehmen Leuten ergäben eine l(i)ebenswerte Stadt. Wenn da nicht die ungezählten Schmuck-und Accessoireläden wären. Das beschauliche Landsberg am Lech vermittelt den Eindruck, als sei dort täglich Tollwood.
Daß man dem Biowahn mit einer gewissen Skepsis begegnen muss, wusste ich bereits. Daß einem die Discounter allerdings vormachen, wie absurd das Biogehabe ist, habe ich mir so nicht vorstellen können.
Zur Auswahl stehen die Biomilch vom Penny aus dem Hause Naturgut (links im Bild) und die bekannte Milfina des südlichen Albrecht-Bruders (rechts im Bild). Obwohl früher gekauft, hält die angebliche Biomilch aus dem Hause Penny länger als die Aldi-Milch, die laut Etikett jetzt noch länger haltbar ist.
Mein Mitbewohner und ich überlegen ernsthaft, uns zwei Kühe zuzulegen (der Hinterhof bietet ausreichend Platz für eine zumindest unter urbanen Gesichtspunkten artgerechte Haltung). Eine wird bio ernährt, die andere kommt in den Genuss des medizinischen Fortschritts.
Wenn die Biohaltung in Sachen Haltbarkeit gewinnt, werden wir uns in Demut üben…
Entweder ist ein Großteil der Bevölkerung auf einmal sehr jung geworden, oder die Verkalkung schreitet schneller voran, als es die größten Pessimisten prognostizieren könnten.
Daß es im November schneien kann, scheint für viele vollkommen neu zu sein. Ich weiß auch nicht, wann es letztmalig vier bis sechs Wochen vor Weihnachten ergiebig geschneit hat. Aber das spielt auch keine Rolle. Daß der bevorstehende Schneefall fast schon als vollkommen fremdes Phänomen, wenn nicht gar als Naturkatastrophe hochgespielt wird, ist allerdings sehr befremdlich. Selbst Behörden und Schulleiter reagieren vollkommen irritiert und blasen den für morgen heute (die Bloguhr geht eine Stunde vor) angesetzten Gesundheitstag an den bayerischen Schulen ab.
Daß der zu erwartende November-Schneesturm vollkommen harmlos sein wird, wissen sie nicht nicht. Wirklich interessant ist Schnee im März:
Am vergangenen Samstag wurden 100 Jahre Trambahn nach Pasing gefeiert. Wer, wie ich, die zu diesem Anlass eingesetzten alten Fahrzeuge nicht live genießen konnte, dem sei dieser Film empohlen, ebenso wie Daniels Bilder.
Fremdneurosen