Monthly Archive for Juni, 2008

EM 2008, Tag 23: Finale Deutschland – Spanien

[00:30] Grollen über Haidhausen…

[23:53] Natürlich auch Glückwunsch an Paul Breitner, der’s vor der EM schon gewusst hat…

[23:26] Dogfood hat die Begabung, die Sache prägnanter zu formulieren:

An dem Punkt stellt sich die Frage: “Wie weiter?”. Denn wenn die Spieler dieses Handicap aus den Vereinsmannschaften mitschleppen, dann ist Joachim Löw machtlos. Dann muss der nächste Evolutionsschritt entweder von den Bundesligaclubs selber kommen, oder man muss hoffen, das verstärkt deutsche Spieler den Mumm finden ins Ausland zu wechseln.

Schaut man wiederum auf die Klubs, haben Bayern, der HSV und Borussia Dortmund deutlich gemacht, wie dünn derzeit das Material an guten “modernen” deutschen Trainern ist. Bayern musste zu einer sehr originellen Lösung greifen, der BVB zur einzig verfügbaren die den neuen Ansatz verkörpert und der HSV bediente sich im Ausland. Doll ist verbrannt, Von Heesen erste Brandspuren und bei Labbadia muss man noch warten.

[23:20] According to FloSch:
Rio Reiser mit Junimond

(Link: YouTube)

[23:14] Spanien hat nicht nur dieses Spiel, sondern auch dieses Turnier vollkommen verdient gewonnen.
Die Seleccion hat spielerische Glanzpunkte gesetzt, gepaart mit dem nötigen Biss, Spiele zu entscheiden. Sie hat heute nicht ihr bestes Spiel gezeigt. Aber das war auch nicht notwendig. Und es sollte den gemeinen Dußballfreund erfreuen, daß eine Mannschaft wie Spanien die die griechische Schmach von 2004 vergessen lässt.

Bis auf die erste Viertelstunde und kurze Momente in der zweiten Halbzeit hatte man nicht den Eindruck, daß Deutschland dieses Spiel gewinnen kann. Es hat nicht nur an den spielerischen Mitteln gefehlt. Ich wurde während dieser EM den Eindruck nicht los, daß diese Mannschaft vor allem psychisch nicht gefestigt ist.
Ich will jetzt keinen Abgesang schreiben, aber es hat sich gezeigt, daß Nationalmannschaft-Stammspieler in ihren Vereinen Spielpraxis benötigen. Diese junge spanische Mannschaft hat es gezeigt. Sie war einfach abgezockter, was auch an der Spielpraxis (und sicher auch an dem Niveau der Primera Division) liegt. Es pricht nicht für eine große Fußballnation, wenn mit Schweinsteiger, Podolski und Jansen drei Spieler zum Stamm gehören, die sich beim Verein zwischen Bank und Platz bewegen.
Aber das allein ist es nicht. Ein Torsten Frings mag für Bremen ein wichtiger Spieler sein. Aber er ist leider nichts anderes als ein Provinzfürst. Die von ihm beanspruchte Führungsrolle habe ich bei der EM nicht gesehen. Mario Gomez. Er hat eine wunderbare Bundesliga-Saison gespielt, keine Frage. Daß das aber nich internationalem Ansprüchen genügt, hat sich in den letzten drei Wochen sehr deutlich gezeigt. Das internationale Abschneiden deutscher Mannschaften in der Champions League und im UEFA-Cup spricht auch eine deutliche Sprache.
Wer sich das Casting vergegenwärtigt, wird sich vielleicht erinnern, daß auch drei Zweitligaspieler (von denen es Oliver Neuville in den Kader geschafft hat) in der Verlosung waren. Das sollte man sich vor Augen halten.
Es ist vielleicht ganz gut, daß die Deutschen die EM nicht gewonnen haben. Denn (nicht nur) das Finale hat gezeigt: es gibt noch viel zu tun. Aber das liegt nicht allein in der Verantwortung des Trainergespanns Löw – Flick- Köpke.

[22:53] Lehmann schaut wie jemand, der weiß, daß er keinen großen Titel mehr gewinnen wird. Traurig und würdevoll.

[22:51] Angela Merekel mit ihrem Oppositions-Gesichtsausdruck. Da schaut sie wirklich alt aus.

[22:48] Ist der Platini fett geworden…

[22:43] Iglesias kann jeder. Ich biete Baccara.

(Link: YouTube)

[22:36] Endstand Deutschland – Spanien 0:1

Spanien ist ein vollkommen verdienter Europameister! Herzlichen Glückwunsch!

[22:33] Die letzten drei Minuten dieses Turniers…

[22:32] Die Pässe der Deutschen sprechen eine deutliche Sprache: HILFLOSIGKEIT!

[22:31] Links von Rummenigge: Ist das seine Tochter oder seine Freundin?

[22:26] Das wird nix mehr. Es fehlt der Wille, dieses Spiel zumindest in die Verlängerung zu bringen. Viele Abspielfehler, obwohl die Bedrängung wirklich nicht groß ist.
Allerdings geht Spanien auch eher zaghaft zu Werke. Die Seleccion scheint sich ihrer Sache sicher zu sein…

[22:24] Das Spiel ist wieder verflacht. Die Deutschen schaffen es nicht nach vorne, Spanien geht nur noch vereinzelt, aber dann giftig (Güiza), nach vorne.

[22:22] Ah, für Klose…

[22:20] 17 Güiza für Torres, 9 Gomez für???.

[22:17] Gelb für Torres für ein nicht stattgefundenes Foul…

[22:14] An dieser Stelle möchte ich erwähnen, daß die Nachbarskatze Michina Kuranyi heißt, weil sie ihm dank seines Barts ähnlich sieht…

[22:13] Diese Standards! Frings macht’s auch nicht besser als Schweinsteiger…

[22:10] Mittlereweile ist es ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften mit energischem Zug zum Tor. Spanien ist zu überwinden. Es kann nur über die Entschlossenheit gehen. Tom Bartels Stimme überschlägt sich inzwischen.

[22:08] 21 Cazorla kommt für Silva.

[22:07] Das war doch nie und nimmer eine Tätlichkeit, Herr Bartels! Pdolski hat den Kopfkontakt mit Silva gesucht.

[22:05] Aragones reagiert: 14 Xabi Alonso verstärkt das defensive Mittelfeld, Fabregas geht raus.

[22:03] Ballack auf Kuranyi, der den herauslaufenden Casillas verunsichert…

[22:01] Ein Lebenszeichen!
Ballack scheiter nur knapp, nachdem Jansen nachgesetzt hat und ihn bedient hat.

[21:59] Habe ich Kuranyi gehört und gesehen? Er kommt für Hitzelsperger.
Alleine schon an der Stürmerauswahl erkennt man einen Nachteil der Deutschen…

[21:58] Deutschland findet keine Mittel gegen diese schnellen und entschlossenen Spanier. Lehmann kann gegen Torres gerade noch eben retten.

[21:56] Während Xavi einen wirklich feinen Schuss abzieht, den Lehman gerade noch ums Eck lenken kann, ist Aragones’ Kopf mittlerweile so rot wie die Trikots seiner Spieler.

[21:53] Oh, an Kloses Stelle würde ich mich auch wälzen. Marchena hat ihn unbeabsichtigt gut an der Männlichkeit getroffen…

[21:47] 2 Jansen kommt für den verletzten (Fleischwunde?) Lahm…

[21:44] Wortteufel hat schon eine mögliche Ursache für die eventuelle Niederlage gefunden…

[21:43] Wie diese Herren wohl jetzt drauf sind?

[21:40] Kamen die Tagesthemen tatsächlich ohne einen Einspieler aus Wien aus?

[21:32] Halbzeit Deutschland – Spanien 0:1
Eine verdiente Halbzeitführung der Seleccion. Die Deutschen haben nach einer sehr guten Viertelstunde den faden verloren und die Spanier zum Spielen eingeladen, was diese sehr gerne angenommen haben. Sie haben zu viel Raum bekommen und waren mit Ball schneller als die Deutschen ohne.

[21:31] Esv gibt für die erste Halbzeit obligatorische Nachspielminute.

[21:27] Zum schlechter gewordenen Spiel kommen auch sehr schlechte Standards hinzu. Ein schlecht geschossener Freistoß und zwei nichts einbringende Ecken.

[21:24] Die Führung ist vollkommen verdient.

[21:18] 0:1 Torres, 33. Minute
Da isses. Torres überläuft Lahm und der herausgelaufene Lehmann kann nichts mehr machen.
Um dieses Tor haben die Deutschen gebettelt. Hinten nur halbherzig zu Werke gehend, machen sie es den Spaniern einfach.

[21:16] Spanien hat jetzt nicht nur mehr Spielanteile, sondern ist auch wesentlich gefährlicher vor dem Tor. Lehmann muss gegen Fabregas bestehen…

[21:11] Spanien hat das Spiel in die Hand genommen und kommt blitschnell nach vorne und beschäftigt vor allem Lehmann viel. Die Abwehr wirkt dabei recht hölzern.

[21:08] Unglaublich: Torres springt höher als Mertesacker. Lehmann kann gerade noch abwehren.

[21:06] Spanien kommt besser in TRitt.

[21:00] Spanien kommt erstmals gefährlich vors Tor.Lehmann kann nur knapp einen von Friedrich abgefälschten Schuss abwehren. Feines Zuspiel von Xavi auf Iniesta im Strafraum.

[20:54] Deutschland wieder mal als Wundertüte: sehr engagiert, mit zug zum Tor. Hitzelsperger mit Distanzschuss.

[20:51] Deutschland in den ersten Minuten aufgeweckter als über weite Strecken des Türkei-Spiels. Spanien spielt eher auf Ballsichern.

[20:49] Ramos spielt den Ball zu lässig Richtung Puypol, und KLose funkt dazwischen und spielt schnell nach vorne, verzieht aber.

[20:46] Anpfiff.
Deutschland von links nach rechts in weiß-schwarz, die Spanier in rot-blau mit Anstoß.

[20:44] Frau Merkel heute im weißen Kostüm.

[20:40] Während Iglesias Jr. singt, gehe ich mal eben in den Keller…

[20:32] Was ist denn das für eine seltsame Darbietung auf dem Spielfeld?

[20:30] Heuer gibt Enrique Iglesias ein Ständchen. Vor zwei Jahren hat wenigstens Shakira mit Wycleaf Jean gesungen

[youtube:http://youtube.com/watch?v=ygctbqBijFk]

(Link: YouTube)

Vielleicht hätte man sich ja für Spanier aus Hannover, Marquess entscheiden können…

[20:25] FRau B. kredenzt dem Anlass entsprechend einen Festschmaus…

[20:22] Nach den Eindrücken von diesem Turnier tippe ich auif einen spanischen Sieg. Sie haben sich als kompakte und sehr spielstarke Mannschaft gezeigt, während die Deutschen ein zwiespältiges Bild boten. Wirklich überzeugend waren sie nur gegen Portugal.

[20:20] Dogfood und 11 Freunde bloggen auch.

[20:18] Guten Abend.

Gehen wir gleich in medias res – die Aufstellungen:

Deutschland
1 Lehmann – 3 Friedrich, 17 Mertesacker, 21 Metzelder, 16 Lahm – 8 Frings, 15 Hitzlsperger – 7 Schweinsteiger – 13 Ballack, 20 Podolski – 11 Klose
Die Wade der Nation ist rechtzeitig fit geworden..

Spanien
1 Casillas – 15 Sergio Ramos, 4 Marchena, 5 Puyol, 11 Capdevilla – 19 Senna – 6 Iniesta, 8 Xavi, 10 Fabregas, 21 Silva – 9 Torres
Fabregas für den verletzten Villa.

Mal wieder Männerrock-Stammtisch

Unionsbräu June 28th, 2008

Diese Stammtische sind immer wieder interessant und haben in München immer wieder den Hang zur Internationalität. Okay, wir hatten schon Stammtische mit schweizer, schwedischer und französischer Beteiligung, insofern kann man das gestrige Treffen nur mit Anführungszeichen als international bezeichnen.
Kommen wir zur Sache. Dem Männerrock-Stammtisch im Unionsbräu wohnten Werner aus Dortmund, Kalotto aus Klagenfurt, Jürgen aus Landau / Pfalz und Chaver aus Ingolstadt sowie Karli aus Laim, Johannes aus Trudering und Ben aus Haidhausen ein. Den größten Mut bewies dabei Jürgen (wieviele rocktragende Jürgens gibt es eigentlich mittlerweile?), der in einer fremden Stadt das erste Mal ein Treffen besuchte.

Den ausführlichen Bericht gibt’s nebenan.

EM 2008, Tag 22: Kribbeln

Das nächste Spiel ist immer das nächste. (Matthias Sammer)

Falls Ballack wirklich ausfallen sollte, wäre es nicht das schlechteste. Er hat ja die Begabung, Finalspiele gerne zu verlieren…

11 Wochen

Gestern hatte der Bundestag seine letzte Sitzung vor der Sommerpause. In der ereignisreichen Parlamentarierwoche wurden das Große Familiengericht (PDF) auf den Weg gebracht sowie das Wohn- und Kindergeld erhöht.

Nun dürfen sich die Damen und Herren Abgeordneten von den Strapazen des ersten Halbjahres erholen. Wer nicht die Zeit nutzt, seinen Wahlkreis mit überproportional starker Anwesenheit bei langweiligen Sommerfesten zu beglücken, wird vielleicht Fußball spielen, seine Seele in wohltemperiertem Meerwasser baumeln lassen, seinem Seitensprung liebevolle SMS schicken oder seinen Parteivorsitzenden zum Rücktritt auffordern. Oder er versucht auf andere Weise, die dürstenden Medien mit Belanglosigkeiten zu beschäftigen.

Daß das Parlament nun elf Wochen pausiert, wird den wenigsten auffallen. Regiert wurde vorher auch nicht. Ich wünsche einen angenehmen Sommer!

EM 2008, Tag 21: FRONTal

Die Berichterstattung war grauenhaft. Da schenken sich ARD und ZDF nichts.

Die Idee des Zweiten, das Studio auf der Seebühne in Bregenz aufzubauen, war eine journalistische Bankrotterklärung. Man lässt zwei Experten (Jürgen Klopp und Urs Meier) unter Anleitung eines Antreibers (Johannes B. Kerner), der nicht den Eindruck erweckt hat, auch nur im entferntesten journalistisch zu arbeiten, vor einem Haufen williger Claqueure vor dem Spiel 75 Minuten Belanglosigkeiten austauschen und nach dem Spiel kurz interessante und strittige Situationen anzuschneiden. Einzig Jürgen Klopp nahm sich die Zeit, Kerner im Zweifelsfall nicht zu Wort kommen zu lassen, wenn er Taktisches genauer erklären wollte. Wenn die Spieler des BVB nur die Hälfte dessen verstehen, was Kloppo von sich gegeben hat, ist den Schwarz-Gelben wesentlich mehr zuzutrauen, als sie in der abgelaufenen Spielzeit gezeigt haben…
Ohne Publikum, dafür mittlerweile wirklich langweilig, durften Gerhard Delling und Günter Netzer sich und ihren Ruhm verwalten. Das fand zwar ohne Ballermänner statt, ist aber inzwischen ziemlich ausgelutscht. Daß Netzer seine Schweizer liebt, wissen wir seit mindestens fünf Jahren. Und diese Frotzeleien sind wirklich nicht mehr lustig.
Aber auch die ARD hatte ihren Ballermann. Waldemar Hartmann gab den Jürgen Drews des deutschen Fußballs und lud in seinen “EM-Club”, in dem bekannte Fußballgrößen wie Veronica Ferres, die Wepper-Brüder und andere Koryphäen auftraten und ein Stammtisch-Niveau zeigten, das Udo Lattek noch in den Schatten stellt.
Als ob die Seebühne nicht schon ausgereicht hätte, ließ das ZDF noch mit allenfalls mittelmäßigen Komikern nachtreten. Eigentlich war es ein permanenter Arschtritt. Früher gab es Dieter Nuhr…
Bei all diesen Belanglosigkeiten hielt man es für vollkommen nebensächlich, Aufstellungen rechtzeitig bekanntzugeben, frei nach dem Motto “Die meisten spielen im Ausland, die kennt eh keiner”.
Wirklich erfrischend war Mehmet Scholl, der zwar den selbsternannten Edelfan Reinhold Beckmann an der Backe hatte, aber einfach Fan war und dies auch kundtat. Das hatte zwar keinen Anspruch, aber wer erwartet das schon von dem Hobbykegler? Für ihn war aber nach der Vorrunde Schluss, weil es ab dem Viertelfinale keine 18-Uhr-Spiel mehr gab. Beckmann durfte weitermachen und Beckenbauer “Bekenntnisse” entlocken und Merkels Fußball-Sachverstand kaschieren.

Richtig schlimm wurde es allerdings in den Nachrichtensendungen, die während des Turniers gesendet wurden. Spielten die Deutschen, wurde der Zuschauer mit unverständlichen Eindrücken (sowohl akustisch als auch inhaltlich) von irgendwelchen Schauplätzen in Istanbul, Berlin, Basel, Wien oder Madrid malträtiert. Spielten die Deutschen nicht, gab es die neuesten Nichtigkeiten aus Ascona, wo es sensationelle Dinge wie ein Training oder Lahms wieder hergestellte Verdauung zu vermelden gab. Wenn der Bart des Christoph Metzelder einen Beitrag umrahmt, muss man sich nicht wundern, daß die Tagesthemen mit sinkenden Quoten zu kämpfen hat.

Ich weiß nur aus Geschichtsbüchern und Tondokumenten, wie die Berichterstattung in den 30er Jahren war. Es war während der EM kein Faschismus, der hochgejubelt wurde, aber dieser derart einfältige Gefälligkeitsjournalismus war schlimmer als Griechenlands Steinzeit-Fußball; mit dem Schönheitsfehler, daß die “Journalisten” nach der Vorrunde nicht abreisen mussten.

So schön diese EM mit ihrem teilweise hervorragenden Fußball war, so schön ist es, wenn die Medienschaffenden von der Front heimkehren. Zuhause sollte man sie in einen engen Raum sperren und mit ihren journalistischen Ergüssen (ohne die Spiele) bestrafen.

EM 2008, Tag 20: Viva España!

War die Seleccion vor der EM nun Favorit oder nicht? Wenn sie es war, hat sie zumindest niemand ernst genommen (außer Paul Breitner), weil sie in die letzten Turniere in der Regel gut gestartet ist, aber dann doch frühzeitig die Segel streichen musste.
Die Spanier haben (vielleicht bis auf das sehr zähe Viertelfinale gegen Italien) ein beeindruckendes Turnier gespielt. Sie hatten zwar (neben den Deutschen) die vermeintlich leichteste Gruppe, aber sie haben es als einziger Gruppenerster ins Halbfinale und ins Finale geschafft. Die Männer um Villa, Torres, Iniesta und Fabregas haben dabei wunderschönen Fußball gezeigt und gegen destruktive Italiener bestanden (wenn auch erst im Elfmeterschießen).

Die Seleccion wäre ein wirklich würdiger Turniersieger (im Gegensatz zu den 2004 schon destruktiven Griechen). Die schönsten Trikots der EM 2008 haben sie sowieso…

Zum 6. Mal…

…finden morgen zwischen 10 und 17 Uhr die Glockenbach Hof-Flohmärkte zwischen Gärtnerplatz und Glockenbach statt.

EM 2008, Tag 19: Die Türken sind keine Österreicher

Halbfinale Deutschland – Türkei

Prolog
Eigentlich wollte ich das Spiel live bloggen, was irgednwie auch bei den Freunden möglich gewesen wäre. Leider war ich zu müde, aber die Kommentare der Runde während des Spiels hätte einen interessanten Beitrag hergegeben.

Das Spiel
Immer absurdere Rituale veranstalten die Verbände, wenn sie eine Aussage vermitteln wollen. Warum muss ein Spieler eine Minute vor Anpfiff eine Erklärung gegen Rassismus vom Blatt ablesen, wenn er geistig (so hoffe ich doch) beim unmittelbar bevorstehenden Spiel ist?
Ees fehlt nur noch, daß direkt nach dem Anpfiff eine Schweigeminute begangen wird – der Anlass ist ja irrelevenat. Die weder dem Fußball noch dem Fernseher zugewandte A. schlug für dieses Spiel spontan ein Gedenken für die Opfer von Solingen vor
Ca. 10 Minuten nach dem Anpfiff schnappte sich A. ein asiatisches Kochbuch und vertiefte sich darin, während es auf dem Platz eher matt zuging. Bei den dem Fernseher Zugewandten machte sich allmählich Unmut bereit. Das lag nicht daran, daß A. etwa aus dem Kochbuch gelesen hätte, sondern an dem Umstand, daß die deutsche Mannschaft eine seltsame Mischung aus dem Kroatien- und Österreichspiel mit der Aufstellung aus dem Viertelfinale gegen Portugal bot. Es war irgendwie viel Psycholgie in diesem Spiel, die die Türken besser zu nutzen verstanden als die Österreicher. Deswegen gingen sie verdient in Führung. Daß die erste wirklich brauchbare Kombination zum Ausgleich führte, versöhnte ein wenig. Wirklich besser wurde das Spiel der Deutschen nicht, was nicht nur an einem manngedeckten Ballack und einem indisponierten Lahm lag.
Der Stromausfall im Sendezentrum in Wien ersparte einem mehrmals eine Mannschaft, bei der wenig Laufwege passten und viele Zweikämpfe verloren wurden. Daß Klose, der auch in diesem Spiel ohne Psychologen auflief, nach einem Rüstü-Fehler die Führung erzielte, stimmte wieder positiv. Zu dieser Zeit lag A. allerdings schon eine halbe Stunde auf dem Sofa und schlief. Das späte Tor der Türken fiel nicht spät genug, denn der ansonsten schwache Lahm sorgte für die erneute Führung und den Finaleinzug.
Die Frage, wie gefestetigt Mannschaft wirklich ist, konnte nicht eindeutig beantwortet werden. Es steht fest, daß sie sich sehr leicht aus dem Konzept bringen lässt.
Ich habe selten einen so transpirierenden Trainer nach einem Spiel wie Fatih Terim gesehen.
Als Podolski zur Stadionfeier blies, meinte C. nur, daß er während des Spiels wohl lieber bei den Zuschauern gewesen wäre, um sich ein Bier zu genehmigen.
Live gebloggt hat das Spiel Dogfood, der auch mehr ins Detail ging.

Epilog
Auf der Heimfahrt mit A. brachte ich kaum einen vernünftigen Satz raus. Das lag nicht am Spiel, nicht am Alkohol, sondern einfach daran, daß ich hundemüde war. Einige bunt gekleidete Fans boten in der U-Bahn eher das Bild einer Trauergemeinde als das von Anhängern eines Finalisten.

Asienwoche

Es ist schon ein wenig seltsam, innerhalb eines Tages zwei liebgewonnene Menschen nach einem halben bzw. zwei Jahren Aufenthalt in Asien wieder daheim zu begrüßen.
Während man seine eigenen Belanglosigkeiten unterbringt, wartet man natürlich auch interessante Eindrücke, die man natürlich bekommt. Kurz zusammengefasst: es lässt sich auch als Reinigungskraft in Thailand überleben, während man als phillippinische Ziege auf 800 Höhenmetern bei dort frostigen 24 °C erfrieren kann.

Willkommen zurück im Millionendorf!

Dieser Crétin!

Warum muss eigentlich immer ein Schauspieler den verhinderten Kunstmaler verkörpern? Manchmal reicht es schon, ihn akustisch neu zu unterlegen:
(Link: YouTube)

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