Zum 65. Geburtstag von Eric Idle, einem Mitglied von Monty Python. Wie groß die Wrtschätzung dieser brillanten, britischen Komiker hierzulande heute ist ist, beweist, daß mit der Wunschliste lediglich eine bekannte Seite im deutschsprachigen Netz Idles runden Geburtstag zu würdigen weiß. Ihm zu Ehren gibt es hier den Lumberjack Song (Text).
[youtube:http://youtube.com/watch?v=5zey8567bcg]
Aber heute kennt auch niemand unter 20 Laurel & Hardy, wie sollen sie dann Monty Python kennen?
Vielleicht fällt unserer Großbritannien-Kennerin Cohu dazu noch etwas ein…
Als Zugabe gibt es den ebenso wunderbaren Song Finland und den witzigsten Witz der Welt.
Nein, auf eine Wiederholung von Monty Python’s Flying Circuswarte ich nur unbewusst…
Veröffentlicht am
29. März 2008 in
München.

Der Sommer rückt näher. Er beginnt u.a. mit der ersten Freiluft-Maß…
Man sagt der heutigen Jugend nach, daß sie nur noch unschuldige Rentner zusammenschlagen und saufen könne, desinteressiert und politisch rechtslastig sei, nicht lesen und schreiben könne sowie für den Arbeitsmarkt vollkommen ungeeignet sei.
Ich durfte heute wieder einmal eine andere Erfahrung machen: Unser Gastbewohner hat sich heute beim Hugendubel eine Buch über Tibet gekauft (ein Schnäppchen für 4 Euro!) und sich danach regelrecht darin vertieft. Als ich beim Kochen war, baute er sich mit dem Buch neben mir auf und haute mir eine Frage nach der anderen um die Ohren, die ich nicht beantworten konnte: Er wollte mehr über die Sprache und Währung Tibets wissen, er fragte nach kulinarischen Genüssen – das Buch hat erneut seinen Wissensdurst verstärkt. Und ich konnte nicht eine Frage beantworten.
Es scheint doch am betreuenden Personal zu liegen, daß aus unserer Jugend nix wird…
Gehen wir mit unseren Bewohner essen, müssen einige Details im Vorfeld beachtet werden:
Ist die Wirtschaft einigermaßen behindertengerecht? Das schließt ein uriges Ambiente im Kellergewölbe nahezu aus, weil man mit Rollstühlen nicht hinunter kommt.
Gibt es dort Pommes und / oder Pizza? Aber die Damen und Herren können sich mittlerweile auch ganz gut mit für sie exotischen Speisekarten arrangieren. Könnten sie immerzu wählen, würden sie wohl den Amerikaner mit dem goldenen M bevorzugen…
Sind der Wirt und das bedienende Personal freundlich zu unseren Bewohnern? Ich habe es erst einmal erlebt, daß uns der Zutritt verwehrt wurde (das leere Lokal war angeblich reserviert…).
Und: Es darf nicht hallen, weil Günther schnell herausfindet, wie die Akustik des Lokals ist und in hohen Räumen seiner Freude über den Lokalbesuch sehr laut Ausdruck verleiht.
Insofern ist ein indisches Lokal, in dem häufig ein schallabsorbierender Teppich liegt, eine gute Wahl. Günther fand’s dort trotzdem wunderbar und teilte uns das sehr bald sehr deutlich mit. Für Außenstehende ist es nicht leicht nachzuvollziehen, ob ein lautierender Jugendlicher sich nun freut oder wirklich sauer ist. Er lautierte sehr viel und auch recht laut, so daß wir beschlossen, mit ihm wieder heimzugehen, um den anderen Gästen das Abendessen nicht vollkommen zu verderben. Die Kollegin war mit ihm schon im Aufbruch begriffen, als der Kellner auf sie zustürmte und sie bat, sie möge doch mit Günther hierbleiben. Wir seien hier mit allen Kindern und Jugendlichen herzlich willkommen. So blieb die Kollegin mit Günther da und genoss das Tanndoori-Huhn im Indian Palace in der Lachnerstraße (direkt an der Nymphenburger Straße).
Und es kam noch besser: Ein Paar spendierte unseren Bewohnern noch eine Nachspeise.
Das Indian Palace ist nicht nur kinder- und behindertenfreundlich. Die Speisen sind sehr fein. Als Dreingabe hat der Kellner auch noch den Hang zur Komik…
Zu den am weitesten verbreiteten und unwidersprochensten Legenden gehören der Zusammenhang von Objektivität und Journalismus. Die Objektivität wird vor allem in den letzten Tagen wieder stark betont, um mit dem Finger auf China zu zeigen. Es geht nicht darum, Chinas Treiben zu billigen oder gar gutzuheißen. Daß die Berichterstattung dort noch subjektiver ist als hierzulande, leidet auch keinen Zweifel.
Aber mich widert es wieder an, wie sich der deutsche Journalismus (Zeitung und Fernsehen) anhand Chinas reinwäscht. Daß dabei Pannen wie diese passieren, ist nur ein Ärgernis. Was ist dabei, in einer Nachrichtensendung zu sagen, daß es eben keine Bilder gibt? Wie ein Krieg aussieht, wissen wir spätestens seit den Golfkriegen, und solche Massaker werden nicht erträglicher oder telegener, wenn sie in China, in Ruanda oder am Balkan stattfinden.
Ich kann es ebenso wenig nachvollziehen, wenn man glaubt, objektiv über Auslandsthemen aus der Redaktionstube zu berichten. Der Widerstand der Auslandskorrespondenten ist bis jetzt nur leise zu vernehmen. Und wenn der ZDF-Chefredakteur behauptet, ein Bundeswehr-Auslandseinsatz sei in erster Linie ein innenpolitisches Thema, so ist das nur die halbe Wahrheit. Eingesetzt werden sie eben auch im Ausland, deswegen heißt es auch Auslandseinsatz.
Das alles wäre noch zu verschmerzen (nein, nicht zu ertragen), wenn es denn wenigstens im Innenpolitischen um die Objektivität gut bestellt wäre. Ich finde es schon peinlich, wenn einer Zeitung mangels Kompetenz (Lust?) nichts besseres einfällt, eine Gastautorin zu engagieren, um ein interessantes Licht auf ein Thema zu werfen: Hildegard Hamm-Brücher, die große alte Dame der FDP, schrieb in der SZ wirklich einen der wenigen interessanten Beiträge über die Haltung von Andrea Metzgers Gewissensentscheidung in Hessen.
Ebenso ärgerlich war die Berichterstattung vor und während des Weltwirtschaftsgipfels in Heiligendamm. Fundiert war da sehr wenig; im Gegenteil das war eher Event-Journalismus. Und das kann die B*ld-Zeitung besser…
Vielleicht ist objektiv auch der falsche Ausdruck. Denn ein Objektiv ist auch nur so lange objektiv, bis es vom Photographen auf ein Objekt gerichtet wird. Ich will ja auch gerne mal eine Meinung lesen, daß die nicht objektiv sein kann, ist selbstverständlich.
Wie wäre es mit fundiert? Wie wäre es, einfach mal auf sich zu schauen und anständig zu recherchieren? Wie wäre es, anstatt gute wie schlechte politische Vorschläge niederzuschreiben, Alternativen aufzuzeigen? Jedem sei sein Narzissmus gegönnt, aber wenn er nur dazu dient, an Themen vorbeizuberichten, ist er fehl am Platz.
Ich weiß nicht mehr, wann diese Tabs aufkamen. Auf jeden Fall haben sie sehr schnell die Haushalte und Supermarktregale erobert. Dazu noch diese Maschinchen, die teilweise sehr spacig aussehen und, wie mir zu Ohren gekommen ist, auch schon Wohnzimmer schmücken. Manche müssten wohl mit dem Hinweis “Für Kinder unter 36 Monaten nicht geeignet” versehen werden. Interessanterweise schwärmen so ziemlich alle Besitzer von ihrem Tassimo, Senseo oder wie diese Wunderpackungen heißen, die es in allen möglichen Geschmacksvariationen gibt. Wie sie schmecken, kann ich beim besten Willen nicht beurteilen, weil ich bewusst noch keinen Tab-Kaffee getrunken habe. Ich würde mich auch nicht verweigern, aber mir ist bis jetzt noch keiner angeboten worden. In der Arbeit und zuhause regiert noch die klassische silberne Kanne, die in meinen Augen immer noch den besten Kaffee macht. Der Erfolg dieser Tabs lässt sich für mich nur damit erklären, daß der Kaffee aus den herkömmlichen Maschinen spätestens nach einer Stunde in der Thermoskanne nicht mehr genießbar ist. Eigentlich ist er der Fusel unter den Kaffees.
Überzeugte Tab-Trinker sagen häufig, daß dieser Kaffe sehr schnell ohne Aufwand zuzubereiten sei.
Nun, für mich ist das nichts. Ich will selber über die Stärke des brauen Golds bestimmen können. Mittlerweile bin ich so weit, daß ich mir den Kaffee vor dem Kochen von Hand mahle, um noch mehr Genuss zu haben. Füt gutes Geld habe ich vor einigen Jahren beim Forster am Rotkreuzplatz (noch ein richtiges Haushaltwarengeschäft, in dem man von der einzelnen Schraube bis zum Schlitten so ziemlich alles bekommt) eine Mühle gekauft. Alleine der Geruch frischgemahlenen, kochenden Kaffees erhöht die Vorfreude auf das Trinken. Ich nehme es gerne in Kauf, dafür ein wenig mehr Vor- und Nacharbeit zu haben (der Milchtopf ist auch noch dabei). Und den leckeren Dinzler-Kaffee gibt’s gar nicht in Tabs!
…und irgendwann besuche ich ein Barista-Seminar, jawohl!
692. Tatort: Seenot (SWR / SF)
Nach langer Zeit beteiligte sich das Schweizer Fernsehen wieder an einem Tatort; wenn auch nur als co-produzierende Anstalt. Eine Bodensee-Folge mit dem grenzüberschreitenden Gewässer bot sich förmlich an.
Ermittler: Klara Blum (Eva Mattes), Kai Perlmann (Sebastian Bezzel); Spusi Hellmann (Mike Maas), Annika “Beckchen” Beck (Justine Hauer)
Während der vollgelaufene Perlmann bei seiner Chefin sein Leid über den Korb von Johanna klagt (siehe auch hier und hier), schlägt sich die Thurgauer Seepolizei mit dem Werftbesitzer Urs Stähli (Daniel Rohr) rum. Die Pandora entspricht nicht den Gewässervorschriften. Vor allem der junge Polizist Marcel Steiner (Ralf Gassmann) ist sehr eifrig bei der Sache; sein Vorgesetzter Reto Flückiger (Stefan Gubser) muss ihn schließlich bremsen. Stähli sticht nachts noch einmal in See und nimmt einen Koffer mit 6 Millionen Euro entgegen.
Ein Seenotzeichen in der Nacht ergibt zunächst nichts, da auf dem See militärische Übungen stattfanden. Am frühen Morgen entdeckt Klara Blum eine Yacht auf dem Bodensee; es ist die die Pandora aus der Stäbli-Werft, auf der nur eine Jacke und Blutspuren entdeckt werden.
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So, nun ist er also wiedergewählt, noch deutlicher als erwartet. Dieses Eregbnis hat Christian Ude aber nicht alleine eigener Stärke zu verdanken, sondern er durfte sich an einer wieder erschreckend schwachen CSU erfreuen, der es immer wieder hervorragend gelingt, sich ins eigene Bein zu schießen und jedem OB-Kandidaten, sofern er sich nicht selbst disqualifiziert, das Leben zur Hölle zu machen. Nun gut, laut des Münchner JU-Vorsitzenden Tobi Weiss glaubt man an den jungen Kandidaten, der “für zwei, drei Wahlen aufgebuat werden” solle. (Alleine diesen Satz hätte ich als über 10 Jahre ältererer Kandidat als Unverschämtheit empfunden.)
Nachdem die CSU auch einige Stadtratssitze eingebüßt hat, braucht sich Christian Ude mit seiner stärker gewordenen rot-grünen Provinz Stadtregierung auch nicht um die geschwächte Opposition scheren, sondern kann sich um die Dinge kümmern, die in den letzten Jahren doch arg vernachlässigt wurden.
Continue reading ‘Die neue Stadtregierung und ihre Aufgaben: Verkehr’
SOKO 5113-Special: Die Akte Göttmann
Ermittler: KHK Horst Schickl (Wilfried Klaus), KOK Manne Brand (Hartmut Schreier), KK Theo Renner (Michel Guillaume), KK Katharina Hahn (Bianca Hein), Kriminalrätin Dr. Evelyn Kreiner (Ilona Grübel); als Gäste: Anna Schickl (Ingeborg Schöner), Fred Less (Bernd Herzsprung), Lizzy Berger (Olivia Pascal), Jürgen Sudmann (Heinz Baumann), Susanne von Hagenberg (Christine Döring)
Nach 30 Jahren als Fernsehkommissar Horst Schickl nahm Wilfried Klaus (dem lt. taz 1984 die Rolle als Hans Beimer in der Lindenstraße angeboten wurde) als seinen Hut. Waren die Folgen in den den 80er Jahren noch sehr gut, wurden sie in den letzten Jahren immer flacher und heben sich vom Vorabend-Krimi-Einerlei nicht mehr ab. Zum Abschied gabe es einen 85-Minüter und ein Wiedersehen mit ehemaligen SOKO-Figuren.
Die Krankenschwester Ivana Novkovic wird auf ziemlich brutale Art und Weise ermordet. Ihre Tochter Neda (Aleksandra Odic) hat panische Angst, weil der mutmaßliche Mörder Goran Bebek (Heinrich Schmieder) ein ziemlich hohes Tier der Balkan-Mafia, die sich auf das Schleusen junger Frauen spezialisiert hat, ist. Er hat seinerzeit flüchtige Frauen, die auf der Flucht vor dem Balkankrieg waren, brutal vergewaltigt und erschossen. In München ist sie ihm nach 15 Jahren wieder begegnet.
Continue reading ‘Zum Abschied ein Schlachtfest’
Veröffentlicht am
23. März 2008 in
intern.
[youtube:http://youtube.com/watch?v=XcxKIJTb3Hg&feature=related]
Fremdneurosen