Monthly Archive for Dezember, 2007

Unterm Durchschnitt

Die Betriebskrankenkassen vermelden, daß die Zahl der krankheitsbedingten Fehltage zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder gestiegen sei. Letztes Jahr lagen sie bei durchschnittlich 12,4 Tagen.

Ich kann nicht beurteilen, ob das viel ist. Ich weiß nur, daß niemand in unserem zehnköpfigen Team diese Zahl erreicht hat. Ich dürfte mit meinen heuer sieben Tagen noch an der Spitze liegen. Fürs Arbeiten im Schichtdienst ist das dennoch eine gute Bilanz. Aber man wägt ab, ob es einem so schlechtgeht, daß man wirklich zuhause bleiben muss, wenn man weiß, daß eventuell eine Kollegin einspringen muss.
Allerdings muss ich einschränken, daß wir zum größten Teil unter 40 Jahre alt sind. Wären wir durchschnittlich zehn Jahre älter, sähe unsere Statistik wohl anders aus.

Tim allein zuhause

683. Tatort: Kleine Herzen (BR; EA: 16.12.2007)

Ermittler: Ivo Batic (Miro Nemec), Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl)
Figuren: Anne Kempf (Janina Stopper), Tim Kempf (Felix von Opel), Frau Kempf (Anne Schwiekowski), Herr Kempf (Michael A. Grimm), Marc Sommer (Max Mauff), Kathrin Sommer (Samia von Arx), Herr Sommer (Eisi Gulp), Hannes (Philipp Moschitz), Herr Hage [Filialleiter] (Gerd Lohmeyer) Frau vom Jugendamt (Petra Einhoff), Ute [Trainerin] (Antje Brauner), Platzwart (Django Asül), Gerichtsmediziner (Jan Messutat), Radiosprecher (Dominik Pöll)
Drehbuch: Stefanie Kremser; Regie: Filippos Tsitos

Bevor ich auf den letzten Münchner Tatort näher eingehe, beantworte ich gleich diese Frage, die unmittelbar nach der Sendung in meiner Statistik aufgetaucht ist:
“Ist Carlo Menzinger nicht mehr dabei?” Nein, der Carlo ist nicht mehr dabei. Der treibt sich in Thailand rum, schreibt aber seinen Ex-Kollegen Postkarten und hat Ivo seine Dienstmarke vermacht. Unter seiner Handynummer ist er auch nicht mehr erreichbar, deswegen müssen Ivo und Franz jetzt auch die Drecksarbeit machen. Und es kommt viel unangenehme Ermittlungsarbeit auf die beiden zu.
Anne Kempf ist 18 Jahre und alleinerziehende Mutter des vierjährigen Tim. Sie hält sich mit verschiedenen Jobs über Wasser: sie putzt und gießt bei einer Frau in einem nicht mehr neuen Einfamilienhäuschen, trägt Zeitungen aus und arbeitet in einem Supermarkt. Tim verbringt viel Zeit alleine, ihre Mutter will von den Problemen ihrer Tochter nicht viel wissen. Der Vater Marc Sommer kümmert sich nur sehr sporadisch um seinen Sohn. Seine Schwester Kathrin ist dafür dafür wesentlich involvierter in die Erziehung von Tim. Sie macht Anne auch immer wieder deutlich, daß Tim nicht alleine sein darf. Vor dem Konzert der Band Franz Friedrich (sollte das eine Anspielung auf Franz Ferdinand sein?) kommt es zum Streit zwischen den beiden jungen Frauen, bei dem Kathrin über die Brüstung einer Brücke gestürzt wird und stirbt.
Kathrins und Marcs Vater, ebenfalls alleinerziehend, kämpft mit dem Alkohol und kann mit seinem Sohn nicht viel anfangen. Der Tod seiner Tochter verstört ihn noch mehr.
Annes ElternDie Ermittlungen bei Annes Eltern sind nicht ergiebig.
Während Anne sich mit dem Filialleiter Hage und der Dame vom Jugendamt, die es nicht stört, daß Tim nicht da ist, herumschlägt, tappen die Kommissare im Dunkeln und betrauern Carlos Abgang. Marc verheddert sich allerdings in Widersprüche, die beim Platzwart seines Fußballvereins auftreten. Denn die Auswertung der Telefonnummern auf Kathrins hat ergeben, daß Marc, der auf ein College in Stanford spart, kurz vor ihrem Tod mit seiner Schwester telefoniert hat. Das Spiel endete früher, als er angegeben hatte, und so ist er der Hauptverdächtige.
AnneAnne lässt sich vom Kollegen Hannes zu einem Kneipenabend überreden. Davor sperrt sie Tim nach einer heftigen Auseinandersetzung im Bus im Haus, in dem sie putzt, ein. Sie genießt den Abend, während Tim seinen Hunger mit Bonbons stillt. Im Morgengrauen am Café Münchner Freiheit endet ihre Nacht.
Als Marc den Brief abschicken will, entdecken ihn die Kommissare und stellen ihn. Er gibt zu, mit Kathrin gesprochen zu haben, berichtet aber auch, daß sie noch mit Anne verabredet war. Sie suchen Anne auf, die entkräftet behauptet, ihr Sohn sei überfahren worden. Tim sendet telefonische Hilferufe nach draußen.
Tim wird gerettet. Das letzte Bild zeigt ihn auf den Armen seiner Mutter, Ivo und Franz stehen daneben.

Zunächst war ich ein wenig genervt, schon wieder Kinderverwahrlosung auf dem Krimiteller serviert zu bekommen. Stefanie Kremser und Filippos Tsitos ist es gelungen, einen beklemmenden Film ohne moralischen Zeigefinger zu inszenieren. Janina Stopper verkörperte Anne, die sich immer mehr von der Mutterrolle entfernt, sehr gut. Eisi Gulp als desillusionierter wie wortkarger Vater war eine sehr gute Besetzung. Miro Nemec und Udo Wachtveitl nahmen sich wohltuend zurück, ohne zu Statisten zu verkommen. Inwieweit die Darstellug des Jugendamts der Realität entspricht, möchte ich nicht weiter vertiefen.
Ein leiser Tatort, der ohne hysterische Effekte wie in Frankfurt auskam. Wer auf einen klassischen Krimi gehofft hat, wird sicher enttäuscht gewesen sein.

Mehr dazu beim Bayerischen Rundfunk, im Fundus, bei Sopran, Fielitz und im Forum.

(Bilder: BR/avista Film/klick/Christian A. Rieger)

Sophie und Marie

625. Tatort: Pechmarie (WDR / EA: 19.03.2006)

Ermittler: Max Ballauf (Klaus J. Behrendt), Freddy Schenk (Dietmar Bär); Sekretärin Franziska Lüttgenjohann (Tessa Mittelstaedt), Gerichtsmediziner Dr. Joseph Roth (Joe Bausch), Staatsanwalt von Prinz (Christian Tasche)

Ein Juwelier wird vor einem Luxushotel ausgeraubt und erschossen. Während die Kommissare die Ermittlungen aufnehmen, wird der Gerichtsmediziner Roth von einem der Täter entführt und später gefesselt in der Pathologie hinterlassen. Die Ermittlungen im Hotel ergeben, daß es sich bei den Raubmördern um Marie Menke und Heiner Wolff handeln muss. Dabei stoßen sie auf Maries Schwester, die Pianistin Sophie (Nicolette “Coco” Krebitz), die nach längerem USA-Aufenthalt nach Deutschland zurückgekehrt ist. Sie fühlt sich bedroht und holt sich Schutz bei den Kommissaren. Freddy schiebt Wache bei ihr, streicht Wände und hat Angst, sich bei seinen KIndern mit Scharlach anzustecken. Max hält ihr unterdessen den nachgereisten Opernsänger Antonio Bartolini (Alexander Sascha Nikolic), der ihr seine Liebe und ihre Puppe Lieselotte hinterherträgt, vom Leib. Beim gemeinsamen früheren Freund, dem Theaterbetreiber Christof Rüter (Thorsten Merten) finden sie nur den Toyota, der an dem Unfall der Juwelenräuber beteiligt war. Wenig später wird Marie tot aus dem Rhein gefischt (gibt es eigentlich eine Statistik darüber, wieviele Tatort-Leichen im oder am Rhein gefunden wurden?).
Der überlebende Wolff (Peter Moltzen) meldet sich auch bei Sophie. Der Opernsänger bringt die Kommissare auf die Spur. Die tote Marie ist gar nicht Marie, sondern Sophie. Die in der Puppe versteckten Klunker liefern schließlich den Beweis. Der Versuch, als Sophie ein neues Leben zu beginnen, misslingt Marie also.
Eebenso Freddys Versuch, sich nicht mit Scharlach anzustecken. Die Räuberin landet im Knast, der Kommissar im Krankenhaus.

Trotz Nicolette Krebitz war das ein eher müder Tatort. Es zeichnete sich sehr schnell ab, daß Sophie nicht Sophie ist. Das wäre auch nicht schlimm gewesen, aber die Figuren wirkten nicht genau gezeichnet, so daß nur durchschnittliche Krimikost geboten wurde. Lediglich die Bilder in dieser Folge wussten zu überzeugen.

(Bild: ARD / WDR)

Nikotin kann tödlich sein!

682. Tatort: Schleichendes Gift (RBB; 09.12.2007)

Ermittler: Till Ritter (Dominick Raacke), Felix Stark (Boris Aljinovic); Weber (Ernst-Georg Schwill), Wiegand (Veit Stübner)

So, diesmal wieder Politik für die Herren aus Berlin: Joseph Feinlein, Referatsleiter bei Ulla Schmidt wird tot im Ministerium aufgefunden – mit Abschiedsbrief. Seine Frau Rebekka (Corinna Kirchhoff), die an MS leidet, glaubt nicht an Selbstmord. Ihre Schwester Maria (Tina Engel) hält sich etwas bedeckter. Feinleins Referentin Julia Jansen (Anja Kling) kann den Tod auch nicht fassen. Es stellt sich heraus, daß Feinlein mit Nikotin in Flüssigkeit vergiftet wurde. Die Obuktion ergibt auch, daß er Krebs im Endstadium hatte.
Feinlein erwartete noch einen Fahrradkurier, der aber vor dem Ministerium angefahren wurde. Der Fall zieht ziemliche Kreise, hat Feinlein Gefälligkeitsgutachten für die Pharmazie erstellt. Die Fäden laufen beim Lobbyistenanwalt Dr. Böhler (Hansjürgen Hürrig) zusammen. Mit Informationen gespickt ist der Journalist Hendrik Koch (Jürgen Tarrach), der ebenso hinter dem Fahrradkurier her ist und den Kommissaren ständig entwischt. Raacke hält an sich die Kurierdisponentin Marielle (Jule Böwe), die ihm den Zgang zum verletzten Mischka ermöglicht.
Feinlein hat sich von den Lobbyisten losgesagt und ein Dossier über im Ministierium Korrumpierte angelegt. Er hat sich auch nur aus edlen Motiven kaufen lassen: eine teure Behandlung in den USA sollte seiner Frau Leid ersparen. Sein Nachfolger, Dr. Siegen (Ingo Hülsmann), der Gesetzesvorlagen durch das Austauschen von Wörtern manipuliert, macht sich ebenso verdächtig. Aber es war die biedere Jansen, die um die PLeite des Mannes zu amortisieren, sich ebenfalls kaufen ließ. Sie tauchte ursprünglich auf der Liste nicht auf, wurde aber von Feinlein wieder gestrichen.

Der Tatort hat gezeigt, daß die Gesundheitsreform keine gesunde Angelegenheit ist. Und wenn’s nicht schnell genug geht, muss man eben mit Gift oder Backschich nachhelfen. Der Dauerbrenner und Langweiler Gesundheitsreform wurde von Thomas Kirchner (Buch) und Uwe Janson (Regie) erfrischend umgesetzt. Hervorzuheben sind noch die Darstellungen von Jürgen Tarrach und Hansjürgen Hürrig, die hervorragend zwielichtig agierten.

Fakten sowie Meinungen, Meinungen, Meinungen.

(Bild: ARD /RBB)

Opa Freddy, Freund Max und die Autoschieberbande

Was lange währt, wird endlich gut. Fein portioniert gibt’s die die Tatort-Rezensionen der letzten Wochen…

681. Tatort: Spätschicht (WDR; 02.12.2007)

Ermittler: Max Ballauf (Klaus J. Behrendt), Freddy Schenk (Dietmar Bär); Sekretärin Franziska Lüttgenjohann (Tessa Mittelstaedt), Gerichtsmediziner Dr. Joseph Roth (Joe Bausch), Staatsanwalt von Prinz (Christian Tasche)

Mal wieder ein Familien-Tatort, denn Freddy Schenk wird Opa und ist damit beschäftigt, den scheinbar treulosen Kindsvater Kevin (Tino Mewes) von seiner Tochter Melanie (Melanie Schuch, die bereits im letzten Tatort zu sehen war) fernzuhalten, der angeblich mit einer Prostituierten rummacht. Dumm nur, daß Kevin sowieso schon Melanie getrennt lebt, aber dennoch seinen Vaterpflichten nachkommen muss, und die vermeintliche Prostituierte seine Neue ist.
Beim Kollegen Max Ballauf wird’s auch familiär. Sein langjähriger Freund Gerd Samland, der bei der Autobahnpolizei arbeitet, wird erschossen in einem Bordell aufgefunden. Die Abteilung “Interne Ermittlungen”, die vorrangig von Kriminalrat Brauer (Michael Lott) vertreten wird, vertreten wird, schaltet sich ein und steigt Ballauf, der sich als Witwentröster für Britta Samland (Christina Große) betätigt, unangenehm auf die Zehen.
Dann taucht auch noch Agnieszka Sobinski (Magdalena Boczarska) auf, die ihren Bruder Marek vermisst, der für die Spedition von Wilfried Monhaupt (Matthias Brenner) arbeitet. Es wird wenig später am Rhein die Leiche eines Osteuropäers (wegen des Goldzahns) gefunden, mit dem Marek unterwegs war.
Natürlich verweben sich die beiden Fälle, und die Kommissare geraten in Bedrängnis; Ballauf wird angebliches Schmiergeld untergeschoben, Schenk die Tatwaffe. Die beiden werden suspendiert und polizeilich gesucht und nisten sich bei ihrer Sekretärin Franziska ein.
Drahtzieher der Schiebereien sind der Leiter des Autobahnreviers Walter Lemke (Thorsten Merten) und der Spediteur, der mit halbscharigen Tochterunternehmen Fahrer zu Dumpingpreisen beschäftigt. Samland ist seinem Chef auf die Schliche gekommen und musste dafür mit seinem Leben zahlen.
Am Schluss ist Freddy Opa und hält mit seinem verhinderten Schwiegersohn das Baby im arm.

Für Kölner Verhältnisse eine sehr unspektakuläre Geschichte (tatort-erprobt: Torsten Näter), die aber recht komplex aufgeblasen wurde. Außerdem war’s auch wieder ein wenig zu persönlich. Wann lernen wir endlich Freddys Frau kennen?

Hintergründe zu diesem Tatort gibt’s im Fundus, Meinungen bei Sopran, Fielitz und im Forum.

(Bild: ARD / WDR

Zum Anfassen

Nein, ein Star möchte ich nicht sein. Die Vorstellung, nicht mehr unerkannt durch die Straßen ziehen zu können, befremdet mich. Auogrammheischende Jugendliche, glotzende und tuschelnde Paare (“Isser’s, oder isser’s nicht?”) am Nachbartisch – nein, das brauche ich nicht.

Aber ich habe mich wirklich gefreut, als mir vergangene Woche ein Jugendlicher, mehrmals “Entschuldigen Sie”" rufend, im dicksten vorweihnachtlichen Wahnsinn in der Fußgängerzone nachgerannt ist. Ob er denn ein Photo mit mir machen dürfe. Ja. Er legte seinen linken Arm über meine Schulter und grinste in die Kamera, die sein Freund mit der ramponierten Nase auf uns hielt. Auf welcher Seite ich denn das Bild bewundern dürfe. Das wisse er noch nicht. Am Schluss bedankte er sich. Ich war wirklich beeindruckt.

Ja, wenn Ihr einen Mann im Rock auf der Straße seht, dürft Ihr ihn ruhig ansprechen.

“Mir håm ned reservierd, Bua!”

Der überraschend dienstfreie Heilige Abend bescherte mir neben der Feier bei einer befreundeten Familie davor mit Karli einen Besuch im Augustiner in der Landsberger Straße. Vor zwei Jahren begrüßten wir dort Bekannte aus der Schweiz, und es wurde ein angenehmer Abend.

Der vorgestrige Nachmittag dagegen wurde zu einer skurrilen Veranstaltung. Am Nachbartisch wurde Bescherung gefeiert. Feiern konnte man das nicht nennen. Eine gestresste Mutter saß dort mit ihrer zweijährigen Tochter und zwei Männern. Wer von beiden der Vater ist, konnten wir nicht ausmachen. Das Mädel bekam irgendein Plastik-Schepperteil, mit dem es nur ein wenig spielte. Die Mama bekam eine Digitalkamera geschenkt. Nach Anbruch der Dunkelheit war diese Feier, die mans selbst der Super Nanny zu Ehren nicht besser hätte inszenieren können, beendet. Die Herren machten den Eindruck, den schöneren Teil des Abends noch vor sich zu haben, während Mutter und Kind wohl damit ihre Heiligen Abend hatten.
Am anderen Ende unseres Tisches nahm unterdessen eine Asiatin Platz. Eingehüllt in ihren dicken Daunenmantel nahm sie einen Schweinebraten zu sich, nicht ohne ihn vorher photographiert zu haben. Sie untersuchte den Braten sehr genau und machte sich Notizen. Das weckte in uns die Vermutung, daß sie in dienstlicher Mission unterwegs war. Karli war so freundlich ein Bild von ihr mit Schweinebraten zu machen.
Wenig später gesellte sich eine vierköpfige Familie zu uns an den Tisch. Sie war ein wenig irritiert, daß viele Tische besetzt waren. “Mir hÃ¥m ned reservierd, Bua” stellte die Mutter resigniert fest. Für die Oma (sie wurde als “das Kind” bezeichnet) gab’s ein Pils und ein Gericht mit Pommes, dem “Buam” (ca. 20 Jahre alt) wurde vom Hackbraten abgeraten. Sonderlich viel zu sagen hatte sich die Familie nicht, am redesligsten war noch die Oma, die wohl froh war, dem Wohnstift für einige Stunden entkommen zu sein.
Zum Abschluss gab’s noch ein Photo für die Asiatin vor dem Augsustiner, bevor sie im weihnachtlichen Nebel der Landsberger Straße verschwand…

Frohe Weihnachten!

In memoriam Oscar Peterson

[youtube:http://youtube.com/watch?v=HeXaEN55mkU]

R.I.P.

John Lennon & The Plastic Ono Band: Happy Xmas (War Is Over)

Bis vor rund 15 Jahren begann Weihnachten für mich, wenn Julia Edenhofer um kurz nach vier, wenn die Verkehrsmeldungen verlesen waren, auf Sendung ging. Es war auch die Zeit, als die Musik nicht vom Computer ausgewählt wurde, sondern noch die Moderatoren selber die Stücke auswählten. Neben den Liedern erzählte sie Geschichten, die für den gemeinen Hörer eher belanglos waren. Aber sie berichtete aus der Zeit, als die Mainzer Straße, in der ich aufgewachsen, und von der ich ihre Sendungen verfolgt habe, noch eine Sackgasse war. Und ihre Sendung am Heiligen Abend begann immer mit “Happy Xmas (War Is Over)” von John Lennon & The Plastic Ono Band.
John Lennon ist , trotz seiner seltsamen Anwandlungen in den 70er Jahren (das letzte Album ist wirklich schlecht), für mich immer noch ein Held. Das Lied ist eigentlich nichts anderes als ein traumtänzerisches Hippie-Lied. “Der” Krieg ist nicht vorbei, aber das Lied wird immer noch gespielt.


(Link: YouTube)

Frohe Weihnachen!

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