Eigentlich gehe ich gerne zum Bummeln und Einkaufen. Horror entwickle ich eigentlich nur vor dem Schukauf. Das liegt zu einen daran, daß ich die Auswahl an Herrenschuhen sehr bescheiden finde. Braun, schwarz, klobig – so scheint der Herrenschuh seit Jahren beschaffen zu sein. Farbliche Ausreisser gibt es vielleicht eine Saison , und dann muß man sich ranhalten. Filigranes Aussehen ist noch seltener. Als ob Mann jeden Tag auf eine lange Bergwanderung gehen würde. Ich kann sehr gut verstehen, daß viele Frauen Ballerinas tragen. Und mit Größe 42 liessen sich auch welche für mich finden. Außerdem gibt es in Schuhgeschäften keine Umkleidekabine. Das bedeutet, daß man bei der Anprobe immer im Blickfeld ist. Ich finde, daß das erste Bekanntmachen miteinander etwas sehr Intimes ist. Auch das Gefühl, daß einige Personen vor mir den Schuh anprobiert haben, steht meinem latenten Schuhfetisch im Weg.
Nichts desto trotz konnte ich mich gestern doch endlich überwinden, nach Schuhwerk für den Sommer zu suchen. Die Hoffnung auf Schnäppchen im Schlußverkauf bestärkte meine Entscheidung. Immer nur in Chucks rumlaufen ist auch keine Lösung, so sehr ich diese Schuhe auch liebe. Außerdem steht die Italienfreizeit vor der Haustür, und die Füße sollen auch ein wenig Farbe abbekommen. Wie durch ein Wunder wurde ich gleich im ersten Geschäft fündig. Ein renommiertes Münchner Schuhgeschäft bot offene Schuhe zu reduzierten Preisen an. Für 60 Euro erwarb ich zwei Paar und verließ freudestrahlend und erleichtert das Geschäft. Ich nahm es auch in Kauf, daß das eine Paar schwarz, das andere braun ist…
Das böse Erwachen kam allerdings, als ich mir meine Neuerwerbungen näher betrachtete: Das schwarze Paar ist nur für rechte Füße geschaffen. Daß ich zwei Linke Hände habe, wusste ich bereits. Aber daß ich zwei rechte Füße habe, war mir neu. Die Kollegin T. meinte nur: “Des kann doch nur Dir passieren!”
So werde ich nachher wieder in das Geschäft stapfen und darauf hoffen, daß kein anderer zwei linke Füße hat…

Diesmal also Kunst. Die Bodensee-Kommissare Klara Blum (
Paul Kieslowski (
Wenn ich mir nach langer Zeit wieder einen Film anschaue, der mir damals sehr gut gefallen hat, frage ich mich gespannt, ob der Zauber anhält oder verfliegt. 


Fremdneurosen