Monthly Archive for Mai, 2007

Jojo in der Ernährungspolitik

Übergewichtige Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche mit zu vielen Pfunden, sind gerade wieder aktuell (und Gegenstand von Ernährungsprogrammen). Die Politik hat den Handlungsbedarf erkannt (cohu hat es vor kurzem thematisiert) und die Schuldigen auch schon ausgemacht: Die Lebensmittelkonzerne sind schuld. Es wird wild über das Verbot von Süßigkeiten in Jugendeinrichtungen, Werbeverbote für Chips und Süßigkeiten schwadroniert. Wahrscheinlich ist es auch zu verurteilen, daß Thomas Gottschalk für Haribo Werbung macht? Ich meine, nein. Die Kennzeichnungspflich mit einem Ampelsystem (die in England recht erfolgreich sein soll) scheint zumindest auf Bundesebene vom Tisch zu sein. Es geht auch nicht darum, die Lebensmittelkonzerne frei von Schuld sprechen, die heute Hamburger und Pommes als gesunde Ernährung verkaufen können.
Das Problem ist anders gelagert. Es ist wirklich befremdlich (in jeder Beziehung), wenn eine diplomierte Pädagogin vor Millionenpublikum Familien beibringen muß, daß ein Esstisch und damit verbundene Rituale wie gemeinsame, frisch zubereitete Mahlzeiten wichtig sind. Werbeverbote müssten nicht erst diskutiert werden, wenn Kinder nachmittags nicht alleine und verloren vor der Glotze säßen. Da sind gelbe, grüne oder rote Punkte auf den Verpackungen wenig hilfreich (daß sie dem autonomen Verbraucher auch noch das Denken abnehmen, ist ein anderes Thema).

Aber es gibt durchaus Punkte, in denen die Politik wirkungsvoll handeln könnte: Es wäre schon viel geholfen, wenn es genügend Freiflächen geben würde, auf denen sich Kinder und Jugendliche austoben können. Eine sinnvolle Ernährungspolitik könnte darauf hinwirken, daß nicht immer der großspurigen Lobby nach dem Mund geredet wird. Daß der Liter Milch für 55 Cent zu haben ist, ist zwar spottbillig, zeugt aber von wenig Respekt gegenüber der Herstellung von Lebensmitteln.

Ein anderes Problem wird dabei vollkommen unter den Tisch gekehrt: die zunehmende Magersucht von Kindern und Jugendlichen. Die dürrren Vorbilder laufen allerdings nicht im Nachmittagsprogramm rum, sondern präsentieren sich zur besten Sendezeit (“Germany’s next Topmodel“). Dazu schweigt die Politik allerdings. Der Ernährungswissenschaftler Udo Pollmer drückt es etwas drastisch aus:

Was uns Sorge bereitet, ist die wachsende Anzahl untergewichtiger Jugendlicher. In den Großstädten hat die Zahl der anorektischen bzw. kotzenden pubertierenden Mädchen die Zehn-Prozentmarke überschritten. Hier ist Gefahr im Verzug – eine Gefahr die wir nicht zuletzt eben diesen Aufklärungskampagnen verdanken.

Daß Mangel- bzw. Unternernährung nicht nur auf das Verbreiten falscher Vorbilder zurückzuführen ist, beweist die Kinderarmutsstudie der Unicef…

Das Thema Ernährung ist, das zeigt die allgemeine Diskussion leider nicht, viel zu vielschichtig, als daß sie auf ein Problem reduziert werden kann. Daß sie auch nicht glaubwürdig ist, demonstrieren unsere zum großen Teil übergewichtigen Politiker…

Nachtrag:
cohu hat hier weitere Gedanken formuliert.

Casting auf niederländisch

Vom holländischen Fernsehen sind wir schon einige Grausamkeiten gewohnt. Rudi Carrell alberte im deutschen Fernsehen, Marijke Amado ließ kleine Kinder schlechte Popsongs nachsingen, Linda de Mol veranstaltete Hochzeiten, und die niederländische Produktionsfirma Endemol efreute uns mit Big Brother. Die neueste Idee dieser Traumfabrik ist”De grote Donorshow” (die große Spendershow). Zum Aufruf kommt die Niere einer schwerkranken Frau, um die sich drei Personen bewerben. Man kann per SMS abstimmen, wer das gute Stück Fleisch nun bekommen soll. Wer sich die Niere transplantieren lassen darf, darüber befindet allerdings die Spenderin.
Das ließe sich doch auf andere Organe ausweiten, oder? Man könnte die Sendung Herzblatt wieder ins Programm nehmen…

Rückhaltlose Amnestie

Wenn in der Politik die Aufarbeitung von Skandalen angekündigt wird, ist häufig äußerste Vorsicht geboten. Man verspricht “brutalst mögliche Aufklärung”, in abgeschwächter Form von “rückhaltloser Aufklärung”. Ist diese geschehen, bleiben immer noch genügend Fragen offen…

an besetzt auch gerne repräsentative sporliche Ehrenämter mit Politikern. Gerhard Mayer-Vorfelder ist sicherlich einer der prominentesten. Daß das mitunter sehr folgenreich sein, wissen in München vor allem die leidgeprüften 60er-Fans.
Der Bund Deutscher Radfahrer hat seit zwei Jahren auch einen Politiker an seiner Spitze: Rudolf Scharping, der nicht nur über eine politische Affäre, sondern auch schon vom Fahrrad gestürzt ist. Die Aufgabe, die er hat, ist zugegebenermaßen zur Zeit recht unangenehm. Er darf sich jetzt mit gedopten Radlern herumschlagen. Die Figur, die er dabei abgibt, ist scharping-typisch eher unglücklich. Auf der gestrigen Pressekonferenz des BDR saß er neben seinem Freund Erik Zabel und warnte davor, “das Haus abzufackeln”. (Hier formuliert es genauso.) Zu einer guten Freundschaft gehört es, seinen Freund in schlechten Zeiten nicht fallenzulassen. So weit, so gut. Aber gehört zu einer Freundschaft, jemandem zu raten, was man vielleicht besser nicht tun sollte? Wenn er sich einerseits dafür einsetzt, alles aufklären zu wollen, finde ich es zumindest politisch ungeschickt, sich neben jemanden zu setzen, der eben ein Teil dieses Doping-Systems war.

Wie ernst sind die Aufklärungsversprechen vonseiten der Teams zu nehmen, wenn eben diese (ehemaligen) Sportler Aldag und Zabel weiterhin im Radsport tätig sind? Ich betrachte die Vorkommnisse der letzten Woche relativ leidenschaftslos und bin dafür, den Geständigen so etwas wie Amnestie zu gewähren. Aber diese Form der rückhaltlosen Amnestie trägt in meinen Augen nicht zu einer ernstgemeinten Aufklärung bei. Nach meinem Verständnis ist es die Aufgabe eines Verbandspräsidenten, sich dafür einzusetzen, daß auch die geständigen Protagonisten für einige Zeit von der Bildfläche verschwinden.
Aber vielleicht ist das kalte Pisswetter, das die Bayernrundfahrt begleitet, für Zabel schon Strafe genug…

Geballte Vitalität

Den Scheibenwischer gucke ich mittlerweile recht selten, und dann um die Verkleidungskünste des Matthias Richling zu bewundern, der anscheinend in jede Politikerhaut schlüpfen kann. Bruno Jonas konnte ich nur als Fastenprediger etwas abgewinnen, und Richard Rogler kommt für mich aus der Rolle des Maklers Panowsky aus der Lindenstraße nicht heraus. Mit dem Ausstieg von Dieter Hildebrandt sind für mich Biss und Spontaneität verlorengegangen.
Es ist umso erfreulicher, daß das Fernsehen den Altmeister des politischen Kabaretts nicht ganz vergessen hat. Sein 80. Geburtstag letzte Woche wurde ausführlich gefeiert. Gestern abend war er beim Kerner und demonstrierte aufs Neue seine geballte Vitalität.
Er schimpfte über Schäuble (“seine Durchlauscht”) und seine Pläne und unterstellte ihm, das Grundgesetz zu unterhöhlen, was der Politikergenmeration vor ihm (er nannte dabei Hans-Jochen Vogel) nie in den Sinn gekommen wäre. Überhaupt ließ er kein gutes Haar an der jetzigen Generation. Nicht nur ihm fehlt das langristige Handeln:

Sie machen Politik für einen Tag, und der war gestern.

Er beklagte am Beispiel des CDU-Generalsekretärs Ronald Pofalla, daß man bereits als Zehnjähriger eine politische Karriere planen könne. Langfristiges Handeln sei heute nicht mehr möglich, weil die meisten Abgeordneten von ihrem Mandat abhängig seien.
Er bemängelte bei Oettinger fehlendes Gespür und verglich seinen Fall mit Philipp Jenninger (der nach seiner umstrittenen Rede zurücktrat).
Er gewinnt der großzügigen Umzäunung in Heiligendamm etwas Positives ab, schütze sie uns doch vor den gefährlichen Herren Bush, Putin und Sarkozy. Auf die Frage, ob er in bezug auf den G8-Gipfel nicht zu nicht zuspitze:

Spitze ist ja Gipfel.

Wenn man ihn gestern gesehen hat, versteht man, daß der Titel seines neuen Buches “Nie wieder achtzig” zukunftsorientiert ist. Nahezu sprachlos war er nur bei den Ausführungen des Ex-Radlers Rolf Aldig und des Ulllrich-Anwalts Johann Schwenn über Doping.

Hoffentlich bewahrheitet sich auch in Zukunft der Satz von Gerhard Polt:

Den Hildebrandt bringen’s immer wieder im Fernsehen!”

(Bild: Wikipedia Commons)

“Bist Du deppad!”

Die ORF-Kommentatoren Armin Assinger und Robert Seeger verfogen den Lauf Franzosen Antoine Deneriaz zur Goldmedaille in Sestriere.


(Link: YouTube)

Graue Erbsensuppe

667. Tatort: Racheengel (MDR)

Das ist also der vorletzte Tatort mit den beiden Leipziger Kommissaren Bruno Ehrlicher (Peter Sodann) und Kain (Bernd-Michael Lade). Zwei Figuren, mit denen ich auch wegen der für mich eher langatmigen Geschichten wenig anfangen konnte. Der Regisseur Hannu Salonen, der einige gute Ploizeirufe inszeniert hat, lässt mich hoffen.
Nächstes Jahr übernehmen Frau Assauer und der renommierte Martin Wuttke den Leipziger Tatort.

Eine Literaturagentin, die sich später als Bestsellerautorin entpuppt, wird am Rande der Leipziger Buchmesse in einem Stundenhotel ermordet aufgefunden. ERbsensuppe spielt wohl auch eine Rolle in der Folge. Mals schauen, wie bekömmlich die ist…

Da Anke Sevenich mitspielt, tippe ich im Voraus auf sie als Mörderin…

Aha. Buchmessen-Tatort bedeutet, daß es die Infos in Schreibmaschinenschrift gibt. Der Polizist Erler (Johannes Bandrup) hat ein Verhältnis mit der Agentin, die mit der Dienstkrawatte erdrosselt wird.
Zäher Beginn…

Um 20:30 Uhr taucht “meine” Mörderin, Anke Sevenich, die die Verlagsleiterin Carola Nagel spielt. Die Kommissare erfahren, daß die Agentin Ulrike Oppermann die Autorin Mimi Blaise war…

Das Manuskript zum Letzten Teil des düsteren Erfolgsbuchs “Sariel” ist verschwunden, dafür taucht eine zweite Mimi Blaise, in Person der Mechthild Bläser (Tina Engel), auf. Sie soll die echte Blaise sein…

Marketingprodukte, die illegal von der Verlegerin vertrieben werden, sind Gegenstand.

Die in den verdächtigten Kollegen verliebte junge Polizistin Anna Stein (Annika Blendl) gibt sich vor dem Verlag als – na, wer wohl? – Mimi Blaise aus. Irgendwie wird die Geschichte immer abstruser…

Kurz nach 9 ist der Verlag pleite, was für meine Theorie spricht. Allerdings kommt auch der Mitverleger Brenner in Frage. Nach der Pressekonferenz mit Mimi Blaise III entgehen sie und die Kommissare nur knapp einem Anschlag (Zünder im Sektkarton).
Und was will dieser Kulturjournalist und Blaise-Biograph?

Das Originalmanuskript für den letzten Teil ist für eine Million zu haben. Ich fress ‘nen Besen, wenn das nicht die Nagel hat…

Insgesamt ist alles grau, was nicht nur auf die Kommisargesichter zutrifft…

Wie passend, das Manuskript wird in einer Altpapiertonne deponiert, wo es der Nagel-Hiwi Lützgen als Mittelsmann reingeworfen hat, der daraufhin gefasst wird.

Während die Kommissare Blaise II, die Sariel aus dem Werk des Kulturjournalisten Döhring abgekupfert hat, ins Visier nehmen und verhören, wird Blaise III von Döhring mit einem präparierten Mineralwasser betäubt und verschleppt.

Okay, falsch getippt. Es war der abgehalfterte Schreiberling Döhring. Mord aus Rache. Die junge Polizistin wird vor der Bombe im Heizungskeller gerettet und der verdächtigte Polizist darf auch weiterhin im Dienst sein 80er-Jahre-Zöpfchen tragen, während die Kommissare Erbsensuppe bekommen.

Warum sind die Leipziger Tatorte immer so zäh? Wenn die Gothic-Szene auch so fad ist…

Nachtrag:
In Leipzig fand in den vergangenen Tagen ein “Wave-Gotik-Treffen” statt. Ob das die Programmplaner gewusst haben? Ich glaube, eher nicht. Sonst hätte man sich eher an der im März stattfindenden Buchmesse orientiert…

Weitere Meinungen zu dieser Folge gibt es unter dem Beitrag (herzlichen Dank!) im Tatort-Forum. Sopran hat diesmal nicht geguckt…

(Bild: Das Erste

Stolz

Manfred Deix auf die Frage, ob er stolz sei, Österreicher zu sein:

“Nein! Ich wäre auch nicht stolz, wenn ich in Rußland oder in Tel Aviv geboren wäre. Man kann nur stolz auf das sein, was man selber geschaffen hat.”

Musikalische Särge

Über die Playlist des Bayern3-Mdoerators Claus Kruesken bin ich auf die Gruppe Erdmöbel (ich muß meine sächsische Kollegin fragen, ob man im Beitrittsgebiet wirklich diesen Ausdruck anstatt Sarg benutzt hat) aufmerksam geworden. Er hat in einer seiner letzten Sendungen in jeder Stunde einen Song dieser Gruppe gespielt, die mir bis dato nicht aufgefallen ist (was wirklich nichts heißen muß).
Auffällig war, daß sie wohl textlich sehr nah an den Originalen gesungene Coverversionen singen müssen. Sehr originell finde ich “Was geht, Muschikatz?”. Irgendwo im Netz habe ich später gelesen, daß Erdmöbel letzte Woche ein Album mit lauter Nummer-1-Liedern herausgebracht haben. Von Nirvana über Kylie Minogue bis Tom Jones singen sie sich durch die Popmusik der letzten 40 Jahre. Parallel dazu läuft ein Videowettbewerb. Bei Youtube sind einige Werke zu bestauenen, darunter “Wieder alleine, natürlich”, das im Original von Gilbert O’Sullivan gesungen wird. Daß sie den ausgegraben haben, ist bemerkenswert. Den dürften allenfalls ältere Menschen oder eingefleischte Bayern1-Hörer kennen. Das Timbre ist nicht ganz so schmalzig wie im Original…


(Link: YouTube)

Bild: Wikipedia Commons

Fernsehen für Nachtschwärmer

Der SWR zeigt in der kommenden Nacht jeweils zwei Jerry-Lewis- und Woody-Allen-Filme:

23:20 Der Bürotrottel (The Errand Boy) von und mit Jerry Lewis

00:49 Der Schläfer (The Sleeper) von und mit Woody Allen

02:13 Die letzte Nacht des Boris Gruschenko (Love And Death)

03:35 Hallo, Page (The Bellboy)

Die beiden Jerry-Lewis-Filme habe ich in meiner Kindheit gesehen und habe mich schlappgelacht. Mal schauen, ob mir das wieder gelingt. 3sat hat vor ein oder zwei Jahren eine Retrospektive gezeigt, die aber unter der Woche nachmittags (!) ausgestrahlt wurde.
Für mich ist ebenso unverständlich, warum der “Der Stadtneurotiker” nicht mal gezeigt wird. Ein Film, den ich seit über zwanzig Jahren nur aus Erzählungen kenne…

Eltern unter sich

666. Tatort: Familiensache (ORF)

Ich bemerke gerade, daß ich ja noch so eine halbe Tatort-Rezension im Kammerl habe. Nun denn…

Die erste viertel Stunde habe ich verpennt.

Sonderermittler Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) gerät in einen Polizeiensatz, bei dem ein scheinbarer Doppelselbstmord aufgenommen wird. Der zuständige Inspektor Bernhard Weiler (Heribert Sasse) interessiert sich für den Fall allenfalls am Rande. Eisner traut dem Braten nicht und stößt bei seinen Ermittlungen auf Cornelia Stummvoll (Ulli Maier), die in einem dubiosen Singleclub, deren Besitzerin umgebracht wird, verkehrt. Eisner findet bei Steakkaufen im Supermarkt heraus, daß Cornelias Tochter Antonia entführt wurde. Die Annäherung an Cornelia verläuft sehr holprig. Den Vorwand, seine Hose ändern zu lassen, durchschaut sie sofort. Erst als sie erfährt, daß seine Tochter Julia nach einem Drogenexzess in der Klinik liegt, vertraut sie sich ihm an. Die Tochter kommt in dem Fall zwar recht altklug daher (welche Teenie spricht heute noch von Hippies?), ist aber längst nicht so nervig und politisch korrekt wie die Lürsen-Tochter aus Bremen.

Es zeichnet recht schnell ab, daß der Supermarkt-Filialleiter hinter der Sache steckt, aber die Auflösung wird recht gechmackvoll serviert. Man lässt ihn in einem alten Volvo (mit dem Aufkleber “Geh Deinen Weg mit Jesus” auf der Heckklape) durch Wien fahren und hat ihm eine alternde Diva als Mutter zur Seite gestellt, die sich freut, daß der fesche Lehrer, für den sich Eisner ausgibt, eine Nacht bei ihr ein Zimmer nimmt.

Die Darsteller begeistern wirklich – allen voran Heribert Sasse als Inspektor Weiler, der schlecht angezogen ist und wohl ordentlich aus dem Mund riecht (gut, daß es das Geruchsfernsehen nicht gibt). Ulli Maier verkörpert die abgründige Mutter sehr gut. Harald Krassnitzer wird seinen Bergdoktor wohl nie loswerden, aber er bemüht sich wirklich und glaubwürdig. Zu dumm nur, daß er mit der Degeto-Schmonzette “Der Winzerkönig” dieses Anliegen wieder karikiert.

Dieser Tatort kann nicht an die Mareks, Kottans und Trautmanns heranreichen, ist aber solide. Dafür, daß ich die Eisner-Folgen immer als recht langatmig empfunden habe (der letzte, an dem ich mich erinnern kann, war “Tod unter der Orgel”, und der war sehr fad), war’s abwechslungsreich und zumindest im Ansatz skurril.

Weitere Meinungen gibt es bei Sopran und im Tatort-Forum.

(Bild: ORF)

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