Monthly Archive for April, 2007

*kreisch*

Wieso schaut meine Seite auf einmal ganz anders aus? Warum sind die linke und rechte Navigationsleiste so durcheinandergeraten?
Ein erneutes Einstellen hilft leider gar nicht weiter (und warum man die Links auf der linken Seite nicht anklicken kann, verstehe ich immer noch nicht). *grummel*

Leider habe ich jetzt auch nicht die Zeit, der Sache näher auf den Grund zu gehen…

Koalition mit Biss

Am NeudeckEine interessante Koalition hat sich für den geplanten Umbau der JVA Neudeck (mit der ich, das möchte ich hier noch einmal festhalten, nichts zu tun habe) zum Hotel Biss gebildet. Neben OB Ude, Charlotte Knobloch und Odilo Lechner machen sich laut Süddeutsche auch Uschi Glas und die Sportfreunde Stiller für das Projekt stark – wirklich eine interesante Koalition.

Das wird sicher schön, wenn Uschi Glas mit Christian Ude beim Spatenstich den umgewidmeten Sportfreunde-Song “Ich baue” einstimmt. Sie bringt als anerkannte Baugruben-Expertin sicher auch das nötige Rüstzeug mit, um die Bauherren bei dem Umbau beraten zu können. Und Uli Hoeneß wird Würstel fürs Buffet spendieren…

Möge das Projekt gelingen.

“Humor ist eine Waffe.”

Erwin Wurm stellt in Hamburg aus

Leider habe ich noch keine Ausstellung des österreichischen Künstlers Erwin Wurm gesehen. Bis jetzt habe ich Wurms Werke nur in diesem Buch bewundern können, wenn man von zwei Exponaten im Lenbachhaus absieht.

Nun wird bis 2. September in den Hamburger Deichtorhallen eine Retrospektive unter dem Titel “Das lächerliche Leben eines ernsten Mannes. Das ernste Leben eines lächerlichen Mannes.” gezeigt. Zu sehen sind Installationen der vergangenen 20 Jahre.

Am bekanntesten sind wohl seine “One Minute Sculptures”, in dene wildfremde Menschen für eine Minute posieren, in dem sie Stifte in Nase, Mund, Ohren, etc. bekommen. Noch besser finde ich seine Serie “How to carrying a bomb”, die die von Bush verordnete Panik nach 9/11 hervorragend karikiert. Hier demonstrieren Menschen, wie man möglichst unauffällig eine Bombe an seinem Körper transportiert. So bewahrheitet sich seine Aussage “Humor ist eine Waffe” auf eindrucksvolle Weise. SPON schreibt vollkommen zurecht, daß dieser Künstler rockt.

Wer Gelegenheit hat, die Ausstellung in Hamburg zu sehen, sollte unbedingt hingehen!

Zwei Nächte mit Vollpension

Fortbildungen und Tagungen, die länger als einen Tag dauern und außerhalb der beruflichen vier Wände stattfinden, haben einen entscheidenden Vorteil: man muß sich nur pünktlich zum vereinbarten Treffpunkt versammeln, ansonsten bekommt man fast alles hinterhergetragen. Vor allem muß ich mich nicht mit der Frage beschäftigen: “Was esse ich heute abend, und wo kaufe ich ein?” Als “Heimarbeiter”, wo die Essenszubereitung viel Raum einnimmt, weiß ich das umso mehr zu schätzen.
Dennoch ist nach drei Tagen die Schmerzgrenze wieder erreicht.

Als Angestellter im sozialen Bereich halten sich nämlich Komfort und Luxus in einem überschaubaren Rahmen. Die Hotels oder Tagungshäuser (im Extremfall sind es Einrichtungen, die Internatszimmer zur Verfügung stellen), die man für solche Veranstaltungen aufsucht, bewegen sich nicht im gehobenen Preissegment. Wenn man Glück hat, merkt man das nicht am Essen (aber häufig schon), sondern nur an der Ausstattung der Zimmer. Man kann sich nicht mal abends zurückziehen, um ungestört via Premiere Champions League zu gucken, weil diese Häuser keine Decoder haben, und man sein Zimmer meistens teilen muß.

Aber als Kaffeegenießer muß man erhebliche Abstriche machen. Daß Kaffee kein Luxus mehr ist, merkt man, daß es unaufgefordert viel Kaffee gibt. Aber er wird in Thermoskannen (größere Häuser greifen gerne auf die Pumpkannen zurück) serviert, und es wird grundsätzlich Kondensmilch dazu gereicht. Zum Frühstück kann man wenigstens noch auf die Milch, die fürs Müsli vorgesehen ist, ausweichen. Zum Glück ist dieser Kaffee nicht so stark, daß es auch nicht weiter auffällt, wenn man sich den Muckefuck aus reinem Automatismus, der mangels aktiver Beschäftigung sehr schnell einsetzt, literweise reinschüttet.
Bestellt man zur Abwechslung einen Cappuccino oder einen Espresso, wird erst so richtig offensichtlich, welche Kenner die Maschine bedienen (wenn sie überhaupt eine Maschine haben). Auch in ländlicher Umgebung haben die Vollautomaten Einzug gehalten, die zwar alles auf Knopfdruck machen, aber eben nicht gut…
Auf eine besonders harte Probe wird man dann gestellt, wenn als Dessert zum letzten Mittagessen Eiskaffee angeboten wird. Man bekommt gnadenlos den kalten Kaffee, der vom Frühstück übriggeblieben ist, in den Eisbecher geschüttet.

Es ist eigentlich immer das Gleiche. Ich trinke während dieser Tage immer sehr viel Kaffee, muß aber, wenn ich nachhause komme, einen schönen Cappuccino machen, sie es mit der klassischen Espressokanne oder mit meiner Giulia, die ich endlich mal zum Reparieren bringen müßte…

Feilschen unter der Bavaria

Warum gibt es diesen Flohmarkt nur einmal im Jahr?

Integration in 30 Minuten

Capoeira im brummenden Gasteig

Einmal im Jahr veranstaltet die in Münchens Kulturbunker ansässigen Institute “Der Gasteig brummt”. Kinder und Jugendliche dürfen Instrumente aller Art ausprobieren, es gibt musikalische Vorführungen, Workshops und anderes, was mit Musik zu tun hat. Insgesamt eine sehr laute Veranstaltung, weil es aus allen Ecken zupft, fiedelt, trommelt, klimpert und scheppert. Hinterher brummt der eigene Schädel, das Motto ist also wörtlich zu nehmen…

Wir haben mit unseren Kindern einen Capoeira-Workshop besucht. Leider kamen wir ein paar Minuten zu spät, so daß wir den Anfang nicht bekommen haben. Die Gruppe bestand hauptsächlich aus Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren, die zu Beginn alle Klischees und Vorurteile erfüllte. Sie guckten sehr irritiert, als wir mit den mehrfachbehinderten Kindern dazustießen. Daß Jugendliche beim Anblick meiner Person zu lachen und tuscheln beginnen, bin ich gewohnt.

Die beiden Leiter, Marcos (der sehr viel Ähnlichkeit mit dem Ex-Bayernspieler Zé Roberto hat) und Maria, übten mit uns einen Gesang (“Oh-le-lee”) ein. Es dauerte sehr lang, bis Hintergrund-Chor saß…
Später führten sie ihre Tanzkünste vor, an denen sie im weiteren Verlauf die Gruppe einbezogen. Zunächst einen Zehnjährigen, der – meinem Laienblick nach zu urteilen – einiges an Bewegungstalent zeigte. Dann baten sie noch zwei Jugendliche in den Kreis, bevor sie unsere sowieso schon vollkommen begeisterten Kinder dazuholten. Am Schluß versuchten sich alle im Rahmen ihrer Möglichkeiten adäquat zu bewegen.
Leider war nach einer halben Stunde alles vorbei. Unsere Kinder waren glücklich, den Jugendlichen hat es auch Spaß gemacht, und die Kursleiter waren auch absolut begeistert, sie gingen vollkommen angstfrei auf unsere Kinder zu und bezogen sie in die Runde ein. Der Sonder-Applaus war nur ein angenehmer Nebeneffekt.

Integration kann sehr einfach sein, wenn man will. Musik ist dabei ein gutes Hilfsmittel.

Vielen Dank an Marcos und Maria con der Academia Arapura, die unsere Kinder noch einer kostenlosen Stunde eingeladen haben!

(Bild: Marcos de Bahia)

Darauf zwei Wodka

Die Fußball-EM 2012 findet in Polen und der Ukraine statt

Nein, damit habe ich nicht gerechnet. Schon gar nicht mit der Einhaltung eines Wahlversprechens. Der UEFA-Präsident Michel Platini trat mit dem Versprechen an, sich für die kleineren Fußballverbände einzusetzen. Ich bin davon ausgegangen, daß das Exekutiv-Kommitee die Fußball-Europameisterschaft 2012 an Italien vergibt – trotz der Manipulationen und der massiven Ausschreitungen in den vergangenen Spielzeiten. Michel Platini hat selbst lange für für Juventus Turin gespielt. Und dem Exekutiv-Mitglied Mayer-Vorfelder traue ich sowieso jede Schweinerei zu.
Aber ich freue mich, angenehm überrascht zu werden. So wandert die EM erstmals nach 1976 in den ehemaligen Ostblock: in die Ukraine (Україна) und nach Polen (Polska).

Im Vereinsfußball ist es um diese Länder (beide nahmen bei WM 206 teil) sehr ruhig geworden, selbst Dynamo Kiew, deren Mannschaft unter Valerij Lobanowski jahrelang das Gerüst der sowjetischen Nationalmannschaft bildete, ist in der Chamipons League nur noch ein Schatten früherer Tage.

Aber besonders freue mich auf die Fernsehreporter und -kommentatoren, die so einige Mühe haben werden, die Städtenamen richtig auszusprechen: Gespielt wird in Kiew (Київ – eine wunderschöne Stadt!), Dnipropetrowsk (Дніпропетровськ), Lemberg (Львів), Odessa (Одеса), Charkow (Харків) und Donezk (Донецьк) sowie in Chorzów, Warschau (Warszawa), Krakau (Kraków), Danzig (GdaÅ„sk), Posen (PoznaÅ„) und Breslau (WrocÅ‚aw).
Neben der Betonung einiger ukrainischer Städte, die im Deuschen anders ist, darf man sich auch auf die Aussprache des polnischen “Ł” freuen, das ein schöner Zungenbrecher ist.

Nicht nur darauf trinke ich zwei Wodka (wódka bzw. горiлка)!

(Bild: Wikipedia)

Als Denglisch noch ein Fremdwort war

Glorreiche Schlager: “Der letzte Cowoboy kommt aus Gütersloh”

Mir schoss dieser Schlager neulich auf dem Weg zur Arbeit auf einmal wieder durch den Kopf. Ich habe dieses Lied vielleicht im Verlauf von 20 Jahren fünfmal gehört, aber dieser absurde Text hat sich einen festen Platz in meinem reich an Absurditäten und Banalitäten bestückten Hinterstübchen verschafft.

Der Autor dieses Schlagers, Thommie Bayer, trägt von Anfang an dick auf:

Das waren Zeiten als wir travellten
Von Town zu Town, von Fraun zu Fraun
Normahl im Morgengraun
Das waren Zeiten als wir trampten
Von Rottweil nach Southhampton und
Der von Paderborn zum Matterhorn

Der Text dürfte in den späten 70ern / frühen 80ern entstanden sein, als Begriffe wie Anglizismus oder Denglisch nocht nicht geläufig und schon gar nicht Gegenstand hitziger Diskussionen unter Sprachpflegern, Politikern und anderen wichtigen Menschen waren. Mich interessiert schon, was man smoken oder drinken muß, um solche Songs zu createn. Daß man heute trotz der weit verbreiteten Anglizismen immer noch verreist und nicht travellt, ist ein netter Treppenwitz.

Einsam und immer unterwegs,
knabbert er den letzten Keks
Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh
und sucht die Freiheit irgendwo – Irgendwo

Daß der Cowoboy ausgerechnet aus Gütersloh kommt, ist, wie der der Gütersloh-Seite auf Wikipedia zu entehmen ist, nur dem Reim zu verdanken. Waterloo wäre dann doch zu viel des Guten gewesen. Mit etwas Geschick hätte Thommie Bayer auch noch eine Marlboro im Refrain unterbringen können. Die Erkenntnis daß alle Cowoboys rauchen, verdanken wir immerhin der Zigarettenwerbung.

Der Schlager ist deshalb noch bemerkenswert, weil eher die (verflossenen) Leiben besungen werden. Städte sind selten das Thema (wobei ich noch einige auf Lager habe). Dennoch ist dieser Song ein viel zu selten gewürdigtes Werk der Schlager-World!

Den kompletten Text kann man hier nachlesen. Ob die Platte von der Bertelsmann-Gruppe verlegt wurde, weiß ich allerdings nicht…

Botanik!

Seit dem letzten Frühjahr, das nach langem Winter sehr spät einsetzte, genieße ich die blühenden Bäume und bunten Wiesen wesentlich intensiver. Ich bleibe sogar manchmal stehen, um mir die bunten Bäume anzuschauen und an deren Blüten zu riechen.

Dabei zeigt sich leider sehr deutlich eine Wissenslücke: ich habe überhaupt keine Ahnung von Botanik. Gestern erntete ich wieder Kopfschütteln, weil nicht wußte, daß ein wunderschöner Vorgartenbaum in Gern eine Magnolie ist.

Und ich befürchte, daß sich die Binsenweisheit vom nicht lernenden Hänschen bei mir ganz grauenvoll bestätigt – bis zum nächsten Frühling habe ich wieder alles vergessen…

Kindermund: Nachtdienst

G. fragte mich gestern, ob ich zuhause auch eine Nachtwache hätte, die auf mich aufpasst. Ich verneinte das.
G. erwiderte: “Stimmt. Du bist ja brav.”

Die Erklärungsversuche, daß die Nachtwache vor allem deswegen bei ihnen sei, falls ihnen etwas passiere, schlugen natürlich fehl…

Pages: 1 2 3 Next